Die Weide an der Leine

Gleich vorweg: ich werde in diesem Artikel keine genaue Wegbeschreibung zu der Weide geben. Der Ort ist etwas abgelegen, doch für Spaziergänger durchaus zu finden.
Halte die Augen auf wenn Du an der Leine spazieren gehst.
Wenn Du offenen Herzens durch die Wiesen läufst, wirst Du den Ort finden.

Es ist einer meiner Lieblingsplätze hier in Hannover – genauer gesagt in Ahlem, richtung Seelze.
Die Weide die ich meine, ist die erste einer Reihe Weiden, die einmal eine Weidebegrenzung bildeten. Die Wiese steht oft unter Wasser oder ist zumindest extrem matschig,  so dass man die Bäume nur an einem kalten Wintertag gut erreicht. Auch an trockenen Sommertagen kommt man zu den Bäumen, doch sind sie dann umgeben von mannshohen Brennesseln.
Aber der Winter passt eh am besten für einen Besuch dieses Ortes.

Die Weide ist von innen hohl, steht aber noch voll im Leben.
Der Innenraum ist so groß, dass man ohne große Probleme darin sitzen kann.
Dann ist es, als würde man zwischen den Welten sitzen. Eine sehr erdige Energie erfüllt die Weide, man hat das Gefühl, die Zeit steht dort Still.
Leben und Tod scheinen hier das Gleiche zu sein.
In dem vermodernden Holz der Weide wächst bereits neues Leben in Form von Pilzen und Moosen. Dennoch blüht die Weide jedes Jahr und steht in vollem Grün.
Große (Spinn-) Weben wehen an und in dem Stamm.

An kalten und klaren Wintertagen lässt ist die Energie am schönsten und intensivsten.
Reisen in die Unterwelt, aber auch in die oberen Sphähren kann man wunderbar von hier beginnen. Aber am schönsten ist es immernoch, einfach nur zu sitzen – zwischen den Welten und Zeiten.

Wer einen Platz der Ruhe sucht, an dem man Kraft tanken und seine Gedanken klären kann ist hier richtig.
Jedoch ist dies kein Ort, für Massentourismus, weshalb ich den genauen Standort nicht nenne. Du wirst den Ort erkennen wenn du ihn brauchst …

Die Schrabsteine im Süntel

Unsere erste offene Kräuterwanderung führte uns vor einigen Wochen zu diesen Ort.

Bei den „Schrabsteinen“ handelt es sich sozusagen um die kleinen und unbekannteren Brüder des Hohensteins im Süntel.
Entstanden sind sie durch einen Abrutsch des Gesteines, daher auch der Name „Schrabstein“.
Der kleinere der beiden wird auch „Krähenstein“ genannt.

Leider wurden vor einigen Jahren die Beschilderungen zu diesen Orten komplett entfernt und auch die Wege teilweise mit umgelegten Bäumen versucht zu verbergen.
Warum das so ist, weiß keiner so genau. Wir vermuten es soll zur Sicherheit der Wanderer dienen. Das klappt nur so bedingt, denn da die Steine lange Jahre ein beliebtes Ausflugsziel waren sind sie sozusagen ein offenes Geheimnis.

Unsere Wanderung hat ihren Anfang am Waldbad Rohden genommen.
Über einen kleinen Weg entlang des Dorfrandes, gelangten wir auf den offiziellen Wanderweg und stiegen den „langen Jammer“ hinauf.

Es dauert auch gar nicht so lange, da kommt man an den ersten der beiden Steine.
Direkt am Weg und nicht zu übersehen oder zu verbergen, liegt hier der „Krähenstein“.
Dieser ist als Aussichtspunkt gekennzeichnet und mit einer Bank versehen.

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Die Energie hier fühlt sich ganz ähnlich an wie auf dem Hohenstein, man spürt wie die Energie hinabfliest und fühlt sich versucht stets noch einen weiteren Schritt Richtung Abgrund zu tun. 

Um zu dem größeren der beiden Steine zu gelangen folgt man dem Wanderweg noch etwas weiter Richtung Langenfeld. Nach einigen Metern geht ein weiterer Wanderweg rechts ab. Hier nun wird es etwas schwieriger den richtigen Weg zu finden, denn der Weg wurde mit einem umgelegten Baum einfach geschlossen.
Mit den Jahren ist der einstige Wanderweg im Hintergrund zugewuchert und nur ein kleiner Trampelpfad führt noch zu dem Schrabstein.
Wer nicht weiß wo er suchen muss, läuft einfach vorbei.
Folgt man dem Trampelpfad kommt man bald zu einer Futterstelle für Wild. Dort nun hält man sich rechts. Es geht einen kleinen Abstieg recht steil hinab und der Weg ist durch Geröll rutschig. Hier ist also Vorsicht geboten, doch der kurze Abstieg lohnt sich!
Der Ausblick ist atemberaubend.
Die Energie ist wunderbar erdig und gleichzeitig auch luftig frei – schwer zu beschreiben, aber einfach traumhaft!

Fazit:
Der Weg ist zwar beim ersten Mal schwierig zu finden, wenn man aber erstmal weiß wo es langgeht geht man den Weg gerne.
Die Energie ist wunderbar erdig und der Ort ist sehr aufgeschlossen für magische Aktivitäten.

Ewige Quelle, Aerzen

Einer meiner persönlichen Lieblingsorte ist die ewige Quelle bei Aerzen (nähe Hameln).
Viele, viele Stunden habe ich dort schon verbracht und auch wenn ich heute noch Freunde oder Familie dort in der Gegend besuche, so ist ein kurzer Besuch dieser Quelle immer eingeplant.

Am Schierholzberg gelegen, kann man entweder von der Bussardklause (ein nahes Lokal) über den Naturlehrpfad wandern und den Beschilderungen zur ewigen Quelle folgen oder man parkt auf einem nahen Parkplatz am Waldrand und geht durch die Felder.

Am Ende des Naturlehrpfades wird das Wasser der Quelle zu einem kleinen Teich angestaut bevor es dann weiter ins Tal hinabfliest. Hier kann man sich auf einer Bank niederlassen und zur Ruhe kommen.
Der Teich ist aber nur das Ergebnis der Quellen, zur eigentlichen Quelle folgt man dem Waldweg  rechts hinauf auf den Schierholzberg bis man an einem Baum ein grünes „Schild“ gesprüht sieht. Hier verlässt man den Weg und folgt einem kleinen Trampelpfad hinein in den Wald. Die Quelle ist vom Weg aus nicht einsehbar, obwohl sich der Weg um sie herumwindet.

Die ewige Quelle ist der Mittelpunkt von einer ganzen Vielzahl an Quellen.
Bei meinem letzten Besuch waren es insgesamt 5 Quellen in dem kleinen Tal, die nahe beieinander entsprangen. Der Ort verändert sich jedoch stetig. Mal versiegt die eine Quelle, mal kommt eine neue hinzu. Die einzige immer konstant sprudelnde Quelle ist die ewige Quelle, an der man auch zu jeder Jahreszeit Wasser durch ein kleines Röhrchen schöpfen kann.

Als damals die Ortsumgehung gebaut wurde, zogen sich  viele Quellen an diesem Ort stark zurück und ein Teil wucherte so zu, dass man ihn nicht mehr betreten konnte. Man hatte das Gefühl, der Ort würde die Umgehung die so an ihm vorbeiführte tatsächlich übel nehmen. Nur die ewige Quelle in der Mitte sprudelte immer weiter.
Mit der Zeit scheint sich der Ort an die Umgehung gewöhnt zu haben. Die Quellen sind wieder etwas offensichtlicher und der gesamte Ort wieder friedlich und einladend.
Nicht ganz der gesamte Ort. Eine Quelle die etwas abseits liegt ist noch immer recht zurückgezogen. Zwar ist sie bei weitem nicht mehr so ablehnend wie vor einiger Zet, doch dieser Teil des Ortes möchte auch weiterhin nicht von jedem gestört werden.

Alle Quellen vereinigen sich zu einem kleinen Bach, welcher dann weiter unten den zu Anfang gesehen Teich bildet.

Ob die ewige Quelle nun ihren Namen hat weil sie über all die Jahre die einzig konstante in dem kleinen Tal ist, oder ob es an ihrer Ausstrahlung liegt, wahrscheinlich trifft beides zu.
Ich liebe diesen friedlichen Stillen Ort, der in einer anderen Welt und völlig zeitlos zu sein scheint. Die Quelle gibt sehr gerne Wasser und Wissen und wer sich auf sie einlässt kann einiges über sich und das Leben lernen.

Fazit:
Ein wunderbarer, friedlicher Ort der zum meditieren und verweilen einlädt.
Doch Vorsicht: ich habe schon ungewollt mehrere Stunden dort verbracht, mit dem Gefühl es seien nur wenige Minuten gewesen 😉

Die Wallanlage Wickeloh

Eigentlich waren wir auf dem Weg zum Otterzentrum Hackensbüttel, doch mein Mann überraschte mich mit einem Umweg. Wir fanden zwar nicht was wir suchten, aber dafür einen anderen ganz besonderen Ort.

Mein Mann wollte eigentlich zum Naturschutzgebiet „Heiliger Hain“ um mit mir zu schauen ob sich hinter diesem Namen vielleicht ein besonderer Ort verbirgt. Aufgrund mangelnder Planung oder göttlicher Führung, haben wir uns allerdings verfahren und fanden so die Wallanlage Wickeloh.

Nahe dem Ort groß Oesingen befindet sich der Königssee – ein alter Kiesteich.
An seinem östlichen Ufer befindet sich ein kleines Wäldchen.
Wärend wir an diesem Wäldchen vorbei schlenderten, überkam mich ein kribbeliges Gefühl und ich schaute mir das Wäldchen näher an. Neben vielen Schildern die uns immerwieder ermahnten den Ort um den Kiesteich nicht zu betreten sah ich dann im Wald noch ein weiteres Schild, welches meine Aufmerksamkeit auf sich zog.
Ich betrat das Wäldchen und stand inmitten lauter Eichen. Sofort änderte sich die Stimmung und die Energie war fühlbar verstärkt und begann zu vibrieren.
Das Schild welches mein Interesse geweckt hatte entpuppte sich als Touristinformation zu der Wallanlage – in einem Bereich den man nicht betreten soll …

Die Wallanlage selbst ist eine dreigliedrige Wallanlage, die ein Gesamtareal von ca. 4200 m² umfaßt. In der Mitte befindet sich ein Plateau, welches von drei Wällen unterschiedlicher Grundform umgeben ist. 
Wie alt die Anlage genau ist, ist bis heute ungeklärt, da keine Ausgrabungen stattgefunden haben. Am wahrscheinlichsten ist eine mittelalterliche Burganlage oder Wegebefestigung, da es hier einen passierbaren Weg durch das Moor gegeben hat. Auf Karten des 18. Jahrhunderts sind breit gefächerte Wege eingetragen, die sich aus diesem Grund an dieser Stelle bündeln. Man wird davon ausgehen können, daß auf dem Plateau in der Mitte eine Turmburg aus Holz gestanden hat. 

Die Anlge selbst hat bereits eine sehr intensive Energie.
Beim erkunden des Ortes war es aber die nähere Umgebung und nicht die Wallanlge selbst die mich sehr beeindruckt hat. Hunderte Libellen umschwirrten uns als wir den intensivsten Punkt betraten. Hier schwirrte die Luft sowohl vor Libellen als auch von Energie. Ein wahnsinns Gefühl.
Einige Schritte weiter wurde die Energie wieder etwas erdiger und bündelte sich an einer großen Eiche, die den Platz überragte. Auch hier schwirrten viele Insekten umher, wenn auch nichtmehr so viele wie zuvor.
Zurück im Auto schaute ich auf die Karte und fühlte meine Vermutung bestätigt, eine Leylinie zieht genau durch dieses Gebiet.

Fazit:
Der Ort ist relativ ruhig, lediglich einige Spaziergänger mit ihren Hunden kreuzten unseren Weg. Die Wallanlage die unter Denkmalschutz steht liegt etwas abseits des Weges und ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Und wer sich von den vielen Betreten-Verboten-Schildern abhalten lässt näher hinzuschauen sieht auch das im Wäldchen stehende Infoschild nicht und läuft wohl einfach daran vorbei.
Ein versteckter aber sehr kraftvoller Ort. Man sollte jedoch keine Angst vor diversen Insekten haben.