Die Weide an der Leine

Gleich vorweg: ich werde in diesem Artikel keine genaue Wegbeschreibung zu der Weide geben. Der Ort ist etwas abgelegen, doch für Spaziergänger durchaus zu finden.
Halte die Augen auf wenn Du an der Leine spazieren gehst.
Wenn Du offenen Herzens durch die Wiesen läufst, wirst Du den Ort finden.

Es ist einer meiner Lieblingsplätze hier in Hannover – genauer gesagt in Ahlem, richtung Seelze.
Die Weide die ich meine, ist die erste einer Reihe Weiden, die einmal eine Weidebegrenzung bildeten. Die Wiese steht oft unter Wasser oder ist zumindest extrem matschig,  so dass man die Bäume nur an einem kalten Wintertag gut erreicht. Auch an trockenen Sommertagen kommt man zu den Bäumen, doch sind sie dann umgeben von mannshohen Brennesseln.
Aber der Winter passt eh am besten für einen Besuch dieses Ortes.

Die Weide ist von innen hohl, steht aber noch voll im Leben.
Der Innenraum ist so groß, dass man ohne große Probleme darin sitzen kann.
Dann ist es, als würde man zwischen den Welten sitzen. Eine sehr erdige Energie erfüllt die Weide, man hat das Gefühl, die Zeit steht dort Still.
Leben und Tod scheinen hier das Gleiche zu sein.
In dem vermodernden Holz der Weide wächst bereits neues Leben in Form von Pilzen und Moosen. Dennoch blüht die Weide jedes Jahr und steht in vollem Grün.
Große (Spinn-) Weben wehen an und in dem Stamm.

An kalten und klaren Wintertagen lässt ist die Energie am schönsten und intensivsten.
Reisen in die Unterwelt, aber auch in die oberen Sphähren kann man wunderbar von hier beginnen. Aber am schönsten ist es immernoch, einfach nur zu sitzen – zwischen den Welten und Zeiten.

Wer einen Platz der Ruhe sucht, an dem man Kraft tanken und seine Gedanken klären kann ist hier richtig.
Jedoch ist dies kein Ort, für Massentourismus, weshalb ich den genauen Standort nicht nenne. Du wirst den Ort erkennen wenn du ihn brauchst …

Offenes Ritual Jul 2016

Gestern war die längste Nacht des Jahres – jeder nennt diesen Tag anders.
Druiden nennen ihn  Alban Arthan (oder Alban Arthuan),andere Heiden / Pagane nennen ihn Yule oder auch Jul, wieder andere schlicht „Winter solstice“ und auch „Mittwinter“.

Für mich persönlich ist dies schlicht die längste Nacht des Jahres und der baldige Beginn der wieder länger werdenden Tage.
Ein Tag voller Hoffnung und Wärme.

So lud ich zu einem offenen Ritual am „Rad“ in der Eilenriede.

Waren wir beim letzten offenen Ritual noch zu zweit, so waren wir gestern schon zu dritt.
Wir steigern uns langsam.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem eisigen Wind , liegt die Vermutung nahe, dass es einigen schlicht zu ungemütlich war.

Wir drei Frauen waren dick eingepackt dann aber doch draußen – und haben es nicht bereut.
Lediglich zwei kleine Laternen markierten den Eingang zum Labyrinth und eine Laterne sein Zentrum. So schritten wir schweigend über verschlungene Pfade.
Im kalten Wind sangen uns die Bäume ein knarrendes Lied.
Im Zentrum des Labyrinths angekommen, begaben wir uns dann auf eine Trancereise zum dunkelsten Punkt in unserer Seele, um dort unserem eigenen strahlenden Selbst zu begegnen und das Licht von dort aus in die Welt zu tragen.
Heißer Gewürztee vertrieb zumindest ein wenig die Kälte bevor wir mit Kerzen in den Händen wieder aus dem Labyrinth auszogen.

Es war ein schlichtes Ritual, aber dennoch sehr kraftvoll und schön.
Ich danke den Teilnehmerinnen für ihr Mitwirken und freue mich auf das nächste offene Ritual – dann vielleicht mit vier Personen? 😉

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Das erste rote Zelt in Hannover

Am 25.11.2016 war es endlich soweit: das erste rote Zelt in Hannover fand statt.

Rotes Zelt? Was ist ein rotes Zelt?
Kurz gesagt: das rote Zelt eine Veranstaltung von Frauen für Frauen.
Enstanden ist die Idee in Amerika, so langsam schwabbt es aber auch zu uns nach Deutschland über.Es gibt einige rote Zelte in Deutschland die regelmäßig stattfinden eine kleine Liste gibt es z.B. HIER

Das rote Zelt ist in den seltensten Fällen tatsächlich ein Zelt, meist ist es ein größerer Raum z.B. in einer Praxis der dafür hübsch rot dekoriert und ausgestattet ist.
Warum ausgerechnet Rot?
In vergangenen Zeiten verbrachten Frauen teilweise die Zeit ihrer monatlichen Blutung an einem Ort an dem sie ungestört sein konnten. Nicht weil sie sich schämten, sondern weil sie sich die Zeit zur Einkehr, Erholung oder Spiritualität genommen haben.
Auch diese sog. „Mondzelte“ entstehen zur Zeit wieder.
Rot ist aber auch die Farbe der Kraft. Der „Frauenkraft“.
Und genau darum geht es in einem roten Zelt.
Heute trifft Frau sich nicht nur wenn sie Ihre Periode hat, sondern einfach um einmal unter sich zu sein und Kraft zu schöpfen.

Ein rotes Zelt bietet Raum für Frauen jeden Alters.
Raum zu sein und Raum zu werden.
Ein Raum, in dem Frau alle Masken und Hüllen ablegen und einfach Sein kann.
In einer Frauengemeinschaft kann Frau so sein wie sie ist, kann sie reden über was sie möchte oder einfach nur Kraft in der Gemeinschaft finden.
Da wird gelacht und geweint. Meditiert und Tee getrunken.

Durch den Stammtisch in Hannover fand ich heraus, dass hier in Hannover durchaus Interesse an einem roten Zelt besteht.
Da ich selber aber noch nie ein rotes Zelt veranstaltet habe, habe ich für das erste Mal die liebe Claudia aus Braunschweig zu uns eingeladen.   Rotes Zelt Braunschweig

Ich habe einen Raum in einer Naturheilpraxis angemietet und Claudia hat den Abend dann gestaltet und geleitet.
Das Thema des Abends war: „Ariadne und der Faden durch das Labyrinth des Lebens“.
Und wir waren zahlreicher als ich erwartet hatte. 11 Frauen waren wir insgesamt – ich war völlig begeistert!
Nach einer kleinen Vorstellungsrunde folgte eine Atemübung, ein Lied und ein Abend voller wunderbarer Gespräche.
Als Erinnerung an diesen schönen Abend knüpfte jede sich noch ein Band aus verschiedenen bunten Fäden.

Es war ein wunderbarer Abend unter Frauen.
Da der Abend so gut ankam, wird es sicherlich noch weitere rote Zelte in Hannover geben.
Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Ich hatte meine Kamera zuhause vergessen, weshalb ich leider keine Bilder für Euch habe.
Aber beim nächsten roten Zelt in Hannover, werde ich fleißig Bilder schießen – versprochen.