Ewige Quelle, Aerzen

Einer meiner persönlichen Lieblingsorte ist die ewige Quelle bei Aerzen (nähe Hameln).
Viele, viele Stunden habe ich dort schon verbracht und auch wenn ich heute noch Freunde oder Familie dort in der Gegend besuche, so ist ein kurzer Besuch dieser Quelle immer eingeplant.

Am Schierholzberg gelegen, kann man entweder von der Bussardklause (ein nahes Lokal) über den Naturlehrpfad wandern und den Beschilderungen zur ewigen Quelle folgen oder man parkt auf einem nahen Parkplatz am Waldrand und geht durch die Felder.

Am Ende des Naturlehrpfades wird das Wasser der Quelle zu einem kleinen Teich angestaut bevor es dann weiter ins Tal hinabfliest. Hier kann man sich auf einer Bank niederlassen und zur Ruhe kommen.
Der Teich ist aber nur das Ergebnis der Quellen, zur eigentlichen Quelle folgt man dem Waldweg  rechts hinauf auf den Schierholzberg bis man an einem Baum ein grünes „Schild“ gesprüht sieht. Hier verlässt man den Weg und folgt einem kleinen Trampelpfad hinein in den Wald. Die Quelle ist vom Weg aus nicht einsehbar, obwohl sich der Weg um sie herumwindet.

Die ewige Quelle ist der Mittelpunkt von einer ganzen Vielzahl an Quellen.
Bei meinem letzten Besuch waren es insgesamt 5 Quellen in dem kleinen Tal, die nahe beieinander entsprangen. Der Ort verändert sich jedoch stetig. Mal versiegt die eine Quelle, mal kommt eine neue hinzu. Die einzige immer konstant sprudelnde Quelle ist die ewige Quelle, an der man auch zu jeder Jahreszeit Wasser durch ein kleines Röhrchen schöpfen kann.

Als damals die Ortsumgehung gebaut wurde, zogen sich  viele Quellen an diesem Ort stark zurück und ein Teil wucherte so zu, dass man ihn nicht mehr betreten konnte. Man hatte das Gefühl, der Ort würde die Umgehung die so an ihm vorbeiführte tatsächlich übel nehmen. Nur die ewige Quelle in der Mitte sprudelte immer weiter.
Mit der Zeit scheint sich der Ort an die Umgehung gewöhnt zu haben. Die Quellen sind wieder etwas offensichtlicher und der gesamte Ort wieder friedlich und einladend.
Nicht ganz der gesamte Ort. Eine Quelle die etwas abseits liegt ist noch immer recht zurückgezogen. Zwar ist sie bei weitem nicht mehr so ablehnend wie vor einiger Zet, doch dieser Teil des Ortes möchte auch weiterhin nicht von jedem gestört werden.

Alle Quellen vereinigen sich zu einem kleinen Bach, welcher dann weiter unten den zu Anfang gesehen Teich bildet.

Ob die ewige Quelle nun ihren Namen hat weil sie über all die Jahre die einzig konstante in dem kleinen Tal ist, oder ob es an ihrer Ausstrahlung liegt, wahrscheinlich trifft beides zu.
Ich liebe diesen friedlichen Stillen Ort, der in einer anderen Welt und völlig zeitlos zu sein scheint. Die Quelle gibt sehr gerne Wasser und Wissen und wer sich auf sie einlässt kann einiges über sich und das Leben lernen.

Fazit:
Ein wunderbarer, friedlicher Ort der zum meditieren und verweilen einlädt.
Doch Vorsicht: ich habe schon ungewollt mehrere Stunden dort verbracht, mit dem Gefühl es seien nur wenige Minuten gewesen 😉