Kräuterwanderung im Süntel

Am Samstag den 14.5.16 haben wir uns zu einer kleinen Wanderung durch den Süntel getroffen.
Wir waren eine kleine Wandergruppe von insgesamt 10 Personen und machten uns auf den Weg hinauf zu dem Krähenstein und dem Schrabstein, wobei wir auf dem Weg hinauf geschaut haben was dort so wächst und blüht und wie man dese Pflanzen dann ggfs verwenden kann.

Im Anschluss der etwa 2,5 stündigen gab es für diejenigen die noch Lust hatten Kaffe und Kuchen im Cafe Rohdeneck.

Es war ein wirklich schöner Ausflug und wir haben uns mit unserem Wissen gegenseitig sehr schön ergänzt – was der Eine nicht kannte, kannte ein Anderer.
Ich freue mich schon darauf, bald eine weitere Tour planen zu dürfen.

Beltane im Rad

„Das Rad“ in der Eilenriede, nicht weit vom lister Turm entfernt ist eines der vier letzten historischen Rasenlabyrinthe in Deutschland.
Durch Windungen führt der Weg zum Ziel in der Mitte – zu einer großen Linde.

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Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Rad erstmals in Hannovers Stadtchronik erwähnt.
Sein ursprünglicher Standort war in der Nähe des Ausflugslokals „Neues Haus“ – ein Tanz- und Ausflugslokal am Emmichplatz .
Bei dem Eintrag in der Stadtchronik ist die Rede von einem „Brautlauf“. Die jungen Leute tanzten um die Linde in der Mitte des Labyrinthes, nachdem sie das „Rad“ abgelaufen waren.
Seinen heutigen Standort hat das Rad 1932 erhalten.

Ob das Rad wirklich Ende des 15. Jahrhunderts während der Belagerung Hannovers  zur Ertüchtigung beim Dauerlauf der Soldaten des Herzogs Heinrich von Braunschweig angelegt worden war oder ob es sich bei dem Labyrinth doch um eine frühchristliche Kultstätte handelt, ist bis heute nicht endgültig geklärt.

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Wir haben uns dort gestern Abend zu einem kleinen offenen Ritual unter der Linde niedergelassen und uns wärend einer Trancereise mit dem Ort vertraut gemacht.
Nach der Trancereise durchschritten wir nacheinander in stiller Meditation das Labyrinth und erfuhren so die Faszination Graslabyrinth nocheinmal in Bewegung.

Ehrlich gesagt, war ich selber ein wenig überrascht wie energiegeladen und friedlich der Ort doch ist.
Bereits wärden des Rituals holten sich die Ortsgeister in Gestalt verschiedener Vögel ihren Anteil von den Opfergaben und ein Kauz beobachtete unser Tun von einem nahen Baume aus.
Völlig unabhängig davon, ob es nun ein alter Kultplatz, ein Tanzplatz für Verliebte oder ein Ort der körperlichen Ertüchtigung war, es ist ein kleiner Kraftort im Grünen entstanden – und das mitten in Hannover.
Ich würde mich sehr freuen dort in Zukunft öfter mal feiern zu können und kann den Ort nur für Meditationen oder Trancereisen empfehlen.
Für Hannoveraner und Besucher ist das Rad in der Eilenriede durchaus einen Besuch wert!

Seedbombs – Samenbomben

Endlich sind die Tage wieder länger und der Frühling zieht über das Land.
Sträucher beginnen zu blühen, Pflanzen beginnen ihre ersten zarten Triebe zu recken und die ersten Bienen und Hummeln fliegen durch die Lüfte.

Leider haben es eben diese Bienen, Hummeln und andere Insekten mittlerweile sehr schwer zu überleben. Der Einsatz von Pestiziden und Monokulturen machen ihnen das Leben schwer.

Aber es gibt Mittel und Wege um die fliegenden Tierchen etwas zu unterstützen und gleichzeitig etwas für die Natur zu tun.
Samenbomben erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit und auch ich habe mich dieses Jahr entschlossen der Natur etwas zu helfen.Und es ist ganz einfach. Alles was Du benötigst:

Blumenwerde
Heilerde
Pflanzensamen
Wasser

Blumenwerde bekommt man ja derzeit an jeder Ecke. Nimm hier torffreie Erde, so begehst du keinen Raubbau an den letzten Torffeldern.
Heilerde bekommst du im Drogeriemarkt, das ist sowohl der natürliche Kleber für die Kugeln als auch Nährstofflieferant für die Pflanzen.
An Pflanzensamen kannst du entweder fertige Mischungen z.B. für Wildblumen oder Insektenwiesen kaufen, oder dir Mischungen selber erstellen. Im Idealfall sind es hier heimische Pflanzen die sich auch selber über Samen wieder auspflanzen. Ringelblume, Kornblume, Stockrose…. es gibt eine Menge Auswahl.

Ich habe gute Erfahrung mit folgendem Mischungsverhältnis gemacht:
5 EL Blumenwerde
5 EL Heilerde
3 EL Pflanzensamen
ca. 2 1/2 EL Wasser

Das ergab 5 etwa wallnussgroße Kugeln.
Ich wollte erstmal die Samen aufbrauchen die ich noch vom letzten Jahr im Schrank liegen hatte, deshab nur die geringe Menge. Natürlich kann man die Menge vergrößern wie man möchte.

Die Wassermenge sollte man vorsichtig ausprobieren, die Kugeln dürfen nicht zu nass werden und sollten schnell an einem warmen und trockenen Ort wieder austrocknen, sonst läuft man Gefahr, dass die Pflanzen schon zuhause keimen.

Und schon kann man die Bomben auswerfen.
An besten geeignet sind Orte an denen die Pflanzen ausreichend Licht und Wasser bekommen und wo sie nicht gleich abgemäht werden.
Also nicht auf die Wiese im Park, sondern eher an den Waldrand oder ähnliche Orte.

Für mich gehört so kleine nette Gesten gegenüber der Natur zu meiner Spiritualität.
Und vielleicht kann ich ja noch andere Menschen inspirieren sodass wir gemeinsam der Welt ein wenig helfen können.

 

Ein Rückblick und ein Blick in die Zukunft

Nun ist es schon (über) ein Jahr her, dass ich nach einer Trancereise den starken Impuls bekommen habe nun in die Öffentlichkeit zu treten und die Heiden hier im Umkreis zueinander zu führen.

Und es ist bereits so unglaublich viel passiert seitdem!
Weil ich nicht wusste wie ich anders hätte anfangen sollen, habe ich eine Facebookgruppe gegründet welche mittlerweile über 60 Mitglieder umfasst.

Aus dieser Facebookgruppe hat sich ein Stammtisch entwickelt, welcher nun monatlich stattfindet und gut angenommen wird. Wir werden sogar immer mehr.

Ein weiterer Schritt war diese Homepage hier.
Über diese Seite konnte ich schon einige Menschen erreichen und auch kennen lernen.
Es hat sich also gelohnt, sich schimpfend und genervt durch den Aufbau der Seite zu kämpfen.

Und nun planen wir gemeinsam viele verschiedene Aktivitäten.
Müllsammeln war erst der Anfang!
Kräuterwanderungen, offene Rituale, Picknicke, Austausch über handwerkliches…
Lasst Euch überraschen.

Vielen lieben Dank an alle die mich unterstützen und die gemeinsam Projekte planen oder die Seite weiterempfehlen!
Und dank natürlich auch an die Götter und Mächte die mich unterstützen und die es nicht leid werden mich zu trietzen und zu motivieren!
Ich hoffe es geht genauso erfolgreich weiter!

Hannovers Heiden räumen auf

Seit eingen Jahren, gibt es hier in Hannover (und nicht nur hier) die Aktion „Meine Stadt halte ich sauber“ oder „Hannover ist Putzmunter“.

Dieses Jahr haben wir Heiden uns erstmals als kleine Gruppe angemeldet und auch teilgenommen, denn was kann die Liebe zu unserer Natur besser ausdrücken als sich um eben diese zu kümmern?!

Auch wenn die Göttin in der Nacht zuvor noch Regen geworfen hatte, so konnten wir doch tagsüber im Trockenen unter einem bewölkten Himmel sammeln gehen und wurden zumindest hin und wieder mit einigen Sonnenstrahlen belohnt.

Wir waren in einem Gebiet an der Leine unterwegs in dem viele Hundehalter ihre Tiere ausführten und wurden von einigen Fußgängern, durchaus freundlich gegrüßt, man hat sich sogar bei uns bedankt und sich erkundigt wann denn die nächste Aktion dieser Art stattfinden wird.

Auch wenn einige der Teilnehmer sich doch kurzfristig krank gemeldet hatten, so konnte sich unser Sammelergebnis durchaus sehen lassen.
Im nächsten Jahr werden wir wieder dabei sein und vielleicht sind wir ja dann auch noch ein paar Heiden mehr die helfen die Natur etwas sauberer zu halten 🙂

Jahresende

Ihr Lieben,
das Jahr 2015 neigt sich langsam aber sicher seinem Ende zu.
Es ist soviel passiert in diesem Jahr.
Ich durfte so viele neue und liebenswerte Menschen kennen lernen, so viele bereichernde Kontakte knüpfen und so viel lernen.
Ich hoffe sehr, dass das neue Jahr 2016 genauso reich an Erfahrungen und lieben Menschen sein wird.

Ich wünsche Euch Allen einen guten Start in das neue Jahr und dass all Eure Wünsche in erfüllung gehen und Ihr all Das bekommt was Ihr benötigt – und noch ein wenig mehr.

Auf dass wir auch im neuen Jahr weiter gemeinsam  an unserem Netzwerk weben und ein großes Netz aus Verbindungen schaffen können.

 

Handfasting für Freunde

Vor einigen Wochen dufte ich zum ersten mal für Freunde ein Handfasting organisieren und abhalten.
Es war eine wunderbare Zeremonie und ich bin dem Brautpaar sehr dankbar dass sie mir ihr Vertrauen geschenkt haben und ich die Erfahrung machen durfte.

Natürlich ging es gleich ganz anders los, als es geplant war.
Das Wetter war so herrlich, dass wir die ganze Zeremonie kurzerhand nach draußen verlegt haben.Das war im Grunde auch kein Problem, nur die Kerzen brannten aufgrund des leichten Windes nicht.

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Wärend die anderen Gäste und das Brautpaar Fotos gemacht haben, habe ich im Hintergrund  die Vorbereitungen getroffen.
Den kleinen Altar aufgebaut und dekoriert, den Kreis gezogen.
Das Rund aus Steinen vor dem kleinen Fachwerkhaus haben wir als sichtbare Begrenzung des Kreises benannt und die anwesenden Gäste haben sich drumherum verteilt um der Zeremonie beizuwohnen.

Die Werkzeuge und Kerzen hatte ich bereits zuhause geweiht, um Zeit zu sparen.

Auf Wunsch des Paares haben Freunde und Angehörige den Segen im Namen der Elemente übernommen.
Im Grunde habe ich für diesen Teil der Zeremonie nur die Werkzeuge zur Verfügung gestellt, der Text kam von den Beteiligten selber.
Nach einer kurzen Übung zur Erdung, haben wir gemeinsam die Elemente im Kreis begrüßt und auch das Brautpaar dufte nun zu uns in den Kreis treten.

Die ganze Zeremonie war sehr emotional.
Nichtnur durch die sehr persönlichen Worte der Freunde und Angehörigen die den Elementesegen gesprochen haben, sondern auch durch die sehr persönlichen Worte der Eltern des Paares.

Das Paar reichte sich gegenseitig Speis und Trank und versprach sich so füreinander zu Sorgen.

Zu guter Letzt band ich das Brautpaar dann aneinander, wie sie es sich gewünscht hatten: bis dass der Tod sie scheidet.
Auch der Treueschwur des Paares war sehr emotional.
Der Segen der Götter, der Ahnen und der guten Geister hat diesen Schwur dann noch bestätigt und gefestigt.

Die ganze Zeremonie war einfach wunderschön und die Mächte waren uns mit dem wunderbarem Wetter scheinbar auch sehr wohlgesonnen.

Für alle Beteiligten war es einfach eine wunderbare Erfahrung und ich wünsche dem Paar von ganzem Herzen alles Gute für Ihre gemeinsame Zukunft.

Ein paar Worte zu mir

Nachdem diese Seite ja nun mehrere Wochen online ist, komme ich auch mal dazu mich vorzustellen.

Mein Name ist Carolin und gemeinsam mit meinem Mann und meinen Frettchen lebe ich im schönen Hannover.
Wenn ich nicht gerade unseren Fellnasen hinterher räume oder sie bespaße, arbeite ich als staatl. gepr. Masseurin/med. Bademeisterin und Entspannungspädagogin.
 
Ich bin in keine Tradition eingeweiht und auf keine Richtung festgelegt. Ich lebe meine Spiritualität aber jeden Tag – wenn auch mal mehr, mal etwas weniger.
Ich glaube am ehesten könnte man mich in Richtung Druidcraft einordnen.
Begonnen hat mein Weg vor knapp 10 Jahren in einer kleinen freien Arbeitsgruppe, in der ich auf den monatlichen Treffen Grundlagen lernte und viel Erfahrungen sammeln konnte.
Zu dem Zeitpunkt lebte ich noch in der Nähe von Hameln, wo ich auch aufgewachsen bin.
Damals war es Hekate die mich auf meinen ersten Schritten begleitete und mir schlussendlich den Mut gab meine gesamte Familie und alles Alte zurück zu lassen und allein nach Hannover zu ziehen und meine Ausbildung zu beginnen.
 
Seit nunmehr 5 Jahren lebe ich in Hannover. Hier habe ich meinen Mann kennen gelernt und 2014 an der Sommersonnenwende geheiratet – sowohl standesamtlich als auch durch ein wunderbares Handfasting vor den Göttern.
Seit knapp 4 Jahren ist Hekate etwas in den Hintergrund und dafür Danu in mein Leben getreten – gemeinsam mit Mabon und vielen anderen „Helferlein“.
So entwickelte ich mich weiter, ohne feste Gruppe oder Coven. Alles was meine Spiritualität ausmacht habe ich mir aus Büchern erlesen, aus kleinen Experimenten gelernt und in meiner täglichen Praxis erfahren.
Ich habe genug Vertrauen in das Leben, um meinen Weg einfach zu gehen und ggfs. aus meinen Fehlern zu lernen.
Ich lebte meine Spiritualität großteils alleine, in unregelmäßigen Abständen auch zusammen mit einigen Leuten aus meiner alten Heimat.
 
Anfang 2015 bekam ich während eines Rituales  den starken Impuls nun nicht nur für mich selbst zu werkeln, sonder auch nach Außen zu gehen und meinen Teil zum Leben beizutragen.
Ich gründete ganz spontan nach dem Ritual eine Facebookgruppe für alle Heiden in und um Hannover. Es fanden sich auch recht zügig einige Mitglieder ein und wir machten ein erstes Treffen aus. Daraus ist nun mittlerweile ein monatlicher Stammtisch geworden.
Ich habe am eignen Leib erfahren, wie schwer es sein kann, Anschluss an gleichgesinnte Heiden zu finden und möchte einfach dazu beitragen, dass ein Netzwerk geschaffen wird, dass es allen Interessierten leichter macht, Kontakte zu finden.
 
Seit Oktober bin ich Mitglied der Pagan Federation International und dufte so nochmehr tolle Leute aus den verschiedensten Traditionen und Richtungen kennen lernen.
Seit November diesen Jahres unterstütze ich den Verein als Regionalkoordinatorin für Niedersachsen.
 
Es passiert grade eine ganze Menge und ich freue mich über die Entwicklungen.
Mal schauen was sich in der Zukunft noch so ergeben wird …
 
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