Stadtfriedhof Stöcken

Ein weiterer Friedhof in Hannover, der einige starke Plätze hat.
Mit der Stadtbahn Lienie 4 und 5 kann man direkt an der Haltestelle „Stöcken Friedhof“ austeigen und steht sofort vor dem imposanten Haupteingang.

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Der Friedhof wurde 1891 erbaut und über die Jahre stetig vergrößert. Heute umfasst er  knapp 55h.

Der Friedhof ist sehr weitläufig und teilweise hat man das Gefühl, man geht in einem Park spazieren – ein Park mit Gräbern.
Neben vielen beeindruckenden Gräbern finden sich hier auch viele ruhige Plätze.
Grade der hintere Teil des Friedhofes mit dem großen See ist sehr ruhig und besinnlich.
Viele alte Eiben stehen auf dem Friedhof und sind teilweise als Grabbegrenzung oder sogar als Allee angelegt.

Ich nenne hier keinen besonderen PLatz auf dem Friedhof, ich denke den muss an diesem Ort jeder für sich selber finden. Es gibt genug abgelgene Winkel oder Bänke am See die zum Innehalten und Meditieren einladen.

Der Hexenwald bei Hessisch Oldendorf

Einen ganz unscheinbaren kleinen Ort möchte ich hier vorstellen.
Er ist auf keiner Karte eingezeichnet und auch die Anwohner kennen den Ort kaum noch. Kurz nach dem Krieg zog sich ein Witwer in das kleine Waldstück zurück. Er lebte dort in einem kleinen selbstgebauten Häuschen, bezog sein Trinkwasser aus einer nahen Quelle und kam nur in das kleine Städtchen wenn es wirklich nötig war. 
Die Kinder aus dem Städtchen wurden vor „dem Mann aus dem Wald“ gewarnt – doch es gab nie Zwischenfälle die das begründet hätten.
Vermutlich lag es auch an dem Waldstück selbst, dass der Ruf des Mannes etwas litt.
Aufgrund der Waldbeschaffenheit und der Witterungsverhältnisse bogen sich die Bäume scheinbar um den Waldweg herum und bildeten eine Art Tunnel.
Zahlreiche Holundersträucher, Eiben und sogar Stechpalmen sorgten für ein noch dunkleres Gefühl. So bekam das Waldstück den Namen „Hexenwald“.

Heute sind von dem Häuschen nur noch Überreste zu finden.
Und auch die Geschichte des Witwers kennen nur noch die älteren Generationen – ich erfuhr die Geschichte von meiner 80 jährigen Großmutter.

Zu finden ist der Wald recht einfach. Man verlässt die Hauptstraße der Stadt (Welseder Str) und biegt in die Goethestraße ab. Nach einer kleinen Kreuzung kommt man an einer Sporthalle vorbei. Hinter der Sporthalle geht ein kleiner Weg am Feldrand entlang:
der „Oldendorfer Mühlengraben“. Dieser Weg am Mühlbach entlang Richtung Welsede führt nach einer Weile zu alten, versumpften Fischteichen. Geht man von dort aus weiter in Richtung Welsede kommt man in den „Hexenwald“.

Etwas schwieriger wird es dann die Überreste des Häuschens nicht zu übersehen die sich am Rande des Wegen befinden. Nimmt man diese Überreste als Orientierungspunkt verlässt man an dieser Stelle den Weg um zu einer kleinen Quelle zu kommen.
Dies ist der Ort an dem man sich ungestört zur Meditation niederlassen kann. Die Quelle ist aufrichtigen Besuchern sehr aufgeschlossen – allerdings kann man heute von ihr nicht mehr schöpfen. Und auch der Weg zur Quelle selbst ist aufgrund des Gestrüpps und eines umgestützten Baumes recht mühsam, aber lohnenswert.

 

Alte Taufe im Deister

Einer der bekanntesten Kraftplätze um Hannover ist wohl die „alte Taufe“.
Auch wenn man über diesen Ort viel im Internet findet, so erwähne ich ihn hier der Vollständigkeit halber ebenfalls.

Bei der alten Taufe handelt es sich um einen etwa 3m langen Quader aus Wealdensandstein mit einer tiefen Mulde in der Oberseite.
In dieser Mulde steht immer Wasser – auch im heißesten Sommer. Dieses mysteriöse Phänomen wird jedoch mit dem Wissen um Kapillarkräft entzaubert – der Stein „schwitzt“ in ihm gespeichertes Wasser einfach aus.

Ob die alte Taufe nun einstmals ein heidnischer Opferstein und später ein christlicher Taufstein war – beides ist hystorisch nicht belegt. Manche Personen lieben diesen kraftvollen Ort, andere finden die dort herschenden Energien ziemlich furchteinflößend.
Am besten macht man sich selbst ein Bild davon. Es gibt eine Sage um die alte Taufe, welche allerdings ebenfalls hystorisch nicht belegbar ist. In dieser Sage werden dann auch gleich beide Theorien vereint:

Der Sage zufolge lag oben auf dem Deister die Burg eines heidnischen Adligen, der den Stein verwendete, um Christen seinen Göttern zu opfern: Die Mulde soll früher mit Blut gefüllt gewesen sein. Er unterlag in einem Kampf gegen Christen und musste seine Tochter geben, die dann ihrerseits seiner Meinung nach von den Christen geopfert wurde. Was allerdings nicht zutraf, denn sie heiratete und gebar einen Sohn. Besagtem Adligen war das unbekannt. Er traf eines schönen Tages auf zwei Männer – seinen Schwiegersohn und seinen Enkel – nahm sie gefangen und opferte sie auf der alten Taufe”. Das erzürnte die Tocher, die daraufhin ihren Vater aufsuchte. Als der sein Kind wiedererkannte und feststellte, wen er da getötet hatte, da begriff er, dass er die Christen zu Unrecht verfolgte und konvertierte zum christlichen Glauben. Er ließ sich auf dem Stein, auf dem so viele seiner Opfer ihr Leben lassen mussten, taufen

Vom Kammweg des Deisters ist die „alte Taufe“  ausgeschildert und leicht zu finden.
Es gibt viele Wandervarianten wie man den Ort erreichen kann, am hilfreisten ist da eine Wanderkarte.

Süntelbuche auf dem Friedhof Aerzen

Ein Ort den ich ebenfalls sehr mag, ist der Stadtfriedhof Aerzen.
Bereits wenn man vor dem Friedhof parkt kann man die große Süntelbuche die in der Mitte des Friedhofs steht sehen.

Diese große Süntelbuche ist der wohl eindrucksvollste und auffälligste Baum auf diesem Friedhof. Ihre Ausstrahlung ist sehr erdig, fast schon unterweltlich.
Direkt unter dem Baum steht eine kleine Bank auf der man zur Ruhe kommen und meditieren kann um sich mit dem Baum / dem Ort zu verbinden.
Der Ort ist prädestiniert dafür, Altes und Verbrauchtes loszulassen und dort abzulegen.
Ich selbst habe dort einige Jahre lang z.B. meine Räucherasche symbolisch abgelegt.
Einige alte Grabsteine die lose unter dem Baum abgestellt sind, geben den Ort zusätzlich noch etwas mystisches.

Aber auch wenn die alte Süntelbuche der auffälligste Baum des Friedhofes ist, so ist es nicht der einzige interessante Platz dort.
Zwei Eschen bilden ein starkes Tor,  zwei Birken bilden ein weiters.
Wohin die Tore führen? Mit Fingerspitzengefühl, den nötigen Respekt, etwas Mut, einem offenen Herzen und klaren Blick kannst du es selber herausfinden …

Die lange Nacht der Religionen 2017

AM 26.5.17 war es wieder soweit, die lange Nacht der Religionen in Berlin stand an.
Bereits am Vortag reiste ich in Berlin an um dann gleich am nächsten Morgen bei den Vorbereitungen für die lange Nacht zu helfen.

Nachdem die Infostände aufegbaut und dekoriert waren machten wir uns auf den Weg zu der weißen Tafel der Religionen.
Die weiße Tafel der Religionen ist die Veranstaltung zur Eröffnung der langen Nacht der Religionen. Jede Teilnehmende Gemeinschaft hat dort an einem kleinen Tisch einige Vertreter stehen um mit Interessierten in Kontakt zu treten.
Zum ersten Mal hatten auch die Paganen einen Tisch.

Es dauerte auch nicht lange, bis sich eine kleine Menschentraube um unseren Tisch gebildet hatte und jeder von uns in ein Gespräch verwickelt war.
Für mich war es das erste Mal, dass ich in so einer Situation war und ich war positiv überrascht wie aufgeschlossen und freundlich die Menschen auf unsere kleine Gemeinschaft reagierten. Es wurden reichlich Flyer und Infomaterial verteilt.
Die Stunde an der weißen Tafel verging wie im Flug.

Zurück auf dem Gelände der Paganen Wege Berlin trafen wir dann auch einige Gesichter wieder, die wir zuvor an der weißen Tafel kennen gelernt hatten.
Wieder wurden interessante Gespräche geführt, Vorträge konnten besucht und an verschiedenen Ritualen teilgenommen werden.

Es war ein langer und auch anstrengender Tag, aber eine ganz wundervolle Erfahrung.
Vielleicht haben wir ja auch in Hannover einmal das Glück eine lange Nacht der Religionen zu erleben und dann werden die Paganen auch hier mit dabei sein.

(Bilder: OBOD, Heiden TV )

Die Weide an der Leine

Gleich vorweg: ich werde in diesem Artikel keine genaue Wegbeschreibung zu der Weide geben. Der Ort ist etwas abgelegen, doch für Spaziergänger durchaus zu finden.
Halte die Augen auf wenn Du an der Leine spazieren gehst.
Wenn Du offenen Herzens durch die Wiesen läufst, wirst Du den Ort finden.

Es ist einer meiner Lieblingsplätze hier in Hannover – genauer gesagt in Ahlem, richtung Seelze.
Die Weide die ich meine, ist die erste einer Reihe Weiden, die einmal eine Weidebegrenzung bildeten. Die Wiese steht oft unter Wasser oder ist zumindest extrem matschig,  so dass man die Bäume nur an einem kalten Wintertag gut erreicht. Auch an trockenen Sommertagen kommt man zu den Bäumen, doch sind sie dann umgeben von mannshohen Brennesseln.
Aber der Winter passt eh am besten für einen Besuch dieses Ortes.

Die Weide ist von innen hohl, steht aber noch voll im Leben.
Der Innenraum ist so groß, dass man ohne große Probleme darin sitzen kann.
Dann ist es, als würde man zwischen den Welten sitzen. Eine sehr erdige Energie erfüllt die Weide, man hat das Gefühl, die Zeit steht dort Still.
Leben und Tod scheinen hier das Gleiche zu sein.
In dem vermodernden Holz der Weide wächst bereits neues Leben in Form von Pilzen und Moosen. Dennoch blüht die Weide jedes Jahr und steht in vollem Grün.
Große (Spinn-) Weben wehen an und in dem Stamm.

An kalten und klaren Wintertagen lässt ist die Energie am schönsten und intensivsten.
Reisen in die Unterwelt, aber auch in die oberen Sphähren kann man wunderbar von hier beginnen. Aber am schönsten ist es immernoch, einfach nur zu sitzen – zwischen den Welten und Zeiten.

Wer einen Platz der Ruhe sucht, an dem man Kraft tanken und seine Gedanken klären kann ist hier richtig.
Jedoch ist dies kein Ort, für Massentourismus, weshalb ich den genauen Standort nicht nenne. Du wirst den Ort erkennen wenn du ihn brauchst …

Offenes Ritual Jul 2016

Gestern war die längste Nacht des Jahres – jeder nennt diesen Tag anders.
Druiden nennen ihn  Alban Arthan (oder Alban Arthuan),andere Heiden / Pagane nennen ihn Yule oder auch Jul, wieder andere schlicht „Winter solstice“ und auch „Mittwinter“.

Für mich persönlich ist dies schlicht die längste Nacht des Jahres und der baldige Beginn der wieder länger werdenden Tage.
Ein Tag voller Hoffnung und Wärme.

So lud ich zu einem offenen Ritual am „Rad“ in der Eilenriede.

Waren wir beim letzten offenen Ritual noch zu zweit, so waren wir gestern schon zu dritt.
Wir steigern uns langsam.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem eisigen Wind , liegt die Vermutung nahe, dass es einigen schlicht zu ungemütlich war.

Wir drei Frauen waren dick eingepackt dann aber doch draußen – und haben es nicht bereut.
Lediglich zwei kleine Laternen markierten den Eingang zum Labyrinth und eine Laterne sein Zentrum. So schritten wir schweigend über verschlungene Pfade.
Im kalten Wind sangen uns die Bäume ein knarrendes Lied.
Im Zentrum des Labyrinths angekommen, begaben wir uns dann auf eine Trancereise zum dunkelsten Punkt in unserer Seele, um dort unserem eigenen strahlenden Selbst zu begegnen und das Licht von dort aus in die Welt zu tragen.
Heißer Gewürztee vertrieb zumindest ein wenig die Kälte bevor wir mit Kerzen in den Händen wieder aus dem Labyrinth auszogen.

Es war ein schlichtes Ritual, aber dennoch sehr kraftvoll und schön.
Ich danke den Teilnehmerinnen für ihr Mitwirken und freue mich auf das nächste offene Ritual – dann vielleicht mit vier Personen? 😉

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