Workshop: Runenkunde

Letztes Wochenende war es endlich soweit, unser erster Workshop wurde verwirklicht: Thema Runenkunde.
An zwei Tagen hatten wir die Möglichkeit mehr über Runen zu erfahren und uns mit ihnen zu beschäftigen. Wir waren 11 Personen, und somit eine gesellige Runde.

Ydalir Elhaz Ullrsson war der Leiter des Workshops und hat uns die Runen näher gebracht.  Stand am ersten Tag noch viel Theorie auf dem Plan, wurde am zweiten Tag bereits über verschiedene Orakelformen gesprochen und diese auch praktisch angewendet. Wir waren eine sehr harmonische Runde, in der viele Teilnehmer bereits Erfahrungen mit Runen und teils auch ihre eigens angefertigten Runensätze hatten.
Dennoch gab es für jeden etwas zu erfahren, dazu zu lernen und für alle viel zu lachen.

Danke an Ydalir für die Zeit und die Geduld und danke an all die Teilnehmer die dabei waren.
 Teil zwei des Workshops wird nächstes Jahr folgen.

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Happy Birthday Stammtisch

Oh Schreck, da habe ich doch glatt ganz übersehen, dass es den Heiden- / PFI- Stammtisch nun schon seit 2 Jahren gibt. Tatsächlich, 2 Jahre! Ich bin ganz erschrocken, wo ist nur die Zeit geblieben?

Es war die Frühjahrstagundnachtgleiche 2015 in der alles seinen Anfang nahm.
In einem kleinen privaten Ritual bekam ich den Impuls nun nach außen zu gehen, andere Heiden/Pagans miteinander zu verbinden und zu Helfen ihren Glauben auszuleben. Spontan entstand eine kleine Facebookgruppe. Daraus entwickelte sich das erste Treffen und nach mehreren solcher kleinen Treffen entwickelte sich der Stammtisch wie er heute ist. Seit Oktober 2015 findet er jeden ersten Samstag im Monat statt. Es hat einige Stammtische gebraucht bis wir das Lokal fanden in dem wir bis heute regelmäßig ohne großen organisatorischen Aufwand und mit der nötigen Ruhe zusammenkommen konnten.
Seit letzten Jahr biete ich dann auch verschiedene Workshops, Rituale und Themenabende an und bin immerwieder freudig überrascht wenn sich einige Personen dazu einfinden.

Es ist so viel seitdem passiert, ich durfte so viele neue, tolle Leute kennen lernen, selber so vieles lernen, erfahren und erleben. Dafür möchte ich einmal ganz lieb Danke sagen.
Danke an alle die an Veranstaltungen von mir/uns teilnehmen.
Danke an alle die helfen Veranstaltungen zu planen und umzusetzten
Danke an alle die Feedback geben.
Danke an all die Götter, Mächte und Kräfte die mich immerwieder inspirieren und unterstützen.
Ohne Euch alle, wäre die ganze Aktion nicht möglich.

Kräuterwanderung 2017

Am 19.8.17 fand unsere diesjährige Kräuterwanderung statt.
Den ersten Termin im Juli mussten wir leider aufgrund eines heftigen Gewitters absagen, doch den Ersatztermin konnten wir dann bei strahlenden Sonnenschein wahrnehmen.

Knapp 10 Personen haben sich zusammengefunden um gemeinsam mit uns durch die Eilenriede zu spazieren und mehr über unsere heimischen Kräuter und deren Verwendung als Räucherstoffe zu erfahren. Einige haben die Chance und das trockene Wetter genutzt um die Kräuter auch gleich zu sammeln.
An zuvor vorbereiteten Räucherbündeln konnten die Teilnehmer sich ein Bild über die Verwendung und den Duft einiger Kräuter machen – und ein kleines Andenken an den Tag mit nach Hause nehmen.

Im Anschluss fand ein kleine, spontanes Ritual zu Ehren der Götter und Mächte statt in dem wir uns dann für das gute Wetter und die gefunden und zum Teil geernteten Kräuter bedankten.

Es war ein sehr schöner Vormittag, der wie im Flug vergangen ist.
Das machen wir bestimmt wieder!

Stadtfriedhof Stöcken

Ein weiterer Friedhof in Hannover, der einige starke Plätze hat.
Mit der Stadtbahn Lienie 4 und 5 kann man direkt an der Haltestelle „Stöcken Friedhof“ austeigen und steht sofort vor dem imposanten Haupteingang.

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Der Friedhof wurde 1891 erbaut und über die Jahre stetig vergrößert. Heute umfasst er  knapp 55h.

Der Friedhof ist sehr weitläufig und teilweise hat man das Gefühl, man geht in einem Park spazieren – ein Park mit Gräbern.
Neben vielen beeindruckenden Gräbern finden sich hier auch viele ruhige Plätze.
Grade der hintere Teil des Friedhofes mit dem großen See ist sehr ruhig und besinnlich.
Viele alte Eiben stehen auf dem Friedhof und sind teilweise als Grabbegrenzung oder sogar als Allee angelegt.

Ich nenne hier keinen besonderen PLatz auf dem Friedhof, ich denke den muss an diesem Ort jeder für sich selber finden. Es gibt genug abgelgene Winkel oder Bänke am See die zum Innehalten und Meditieren einladen.

Der Hexenwald bei Hessisch Oldendorf

Einen ganz unscheinbaren kleinen Ort möchte ich hier vorstellen.
Er ist auf keiner Karte eingezeichnet und auch die Anwohner kennen den Ort kaum noch. Kurz nach dem Krieg zog sich ein Witwer in das kleine Waldstück zurück. Er lebte dort in einem kleinen selbstgebauten Häuschen, bezog sein Trinkwasser aus einer nahen Quelle und kam nur in das kleine Städtchen wenn es wirklich nötig war. 
Die Kinder aus dem Städtchen wurden vor „dem Mann aus dem Wald“ gewarnt – doch es gab nie Zwischenfälle die das begründet hätten.
Vermutlich lag es auch an dem Waldstück selbst, dass der Ruf des Mannes etwas litt.
Aufgrund der Waldbeschaffenheit und der Witterungsverhältnisse bogen sich die Bäume scheinbar um den Waldweg herum und bildeten eine Art Tunnel.
Zahlreiche Holundersträucher, Eiben und sogar Stechpalmen sorgten für ein noch dunkleres Gefühl. So bekam das Waldstück den Namen „Hexenwald“.

Heute sind von dem Häuschen nur noch Überreste zu finden.
Und auch die Geschichte des Witwers kennen nur noch die älteren Generationen – ich erfuhr die Geschichte von meiner 80 jährigen Großmutter.

Zu finden ist der Wald recht einfach. Man verlässt die Hauptstraße der Stadt (Welseder Str) und biegt in die Goethestraße ab. Nach einer kleinen Kreuzung kommt man an einer Sporthalle vorbei. Hinter der Sporthalle geht ein kleiner Weg am Feldrand entlang:
der „Oldendorfer Mühlengraben“. Dieser Weg am Mühlbach entlang Richtung Welsede führt nach einer Weile zu alten, versumpften Fischteichen. Geht man von dort aus weiter in Richtung Welsede kommt man in den „Hexenwald“.

Etwas schwieriger wird es dann die Überreste des Häuschens nicht zu übersehen die sich am Rande des Wegen befinden. Nimmt man diese Überreste als Orientierungspunkt verlässt man an dieser Stelle den Weg um zu einer kleinen Quelle zu kommen.
Dies ist der Ort an dem man sich ungestört zur Meditation niederlassen kann. Die Quelle ist aufrichtigen Besuchern sehr aufgeschlossen – allerdings kann man heute von ihr nicht mehr schöpfen. Und auch der Weg zur Quelle selbst ist aufgrund des Gestrüpps und eines umgestützten Baumes recht mühsam, aber lohnenswert.

 

Alte Taufe im Deister

Einer der bekanntesten Kraftplätze um Hannover ist wohl die „alte Taufe“.
Auch wenn man über diesen Ort viel im Internet findet, so erwähne ich ihn hier der Vollständigkeit halber ebenfalls.

Bei der alten Taufe handelt es sich um einen etwa 3m langen Quader aus Wealdensandstein mit einer tiefen Mulde in der Oberseite.
In dieser Mulde steht immer Wasser – auch im heißesten Sommer. Dieses mysteriöse Phänomen wird jedoch mit dem Wissen um Kapillarkräft entzaubert – der Stein „schwitzt“ in ihm gespeichertes Wasser einfach aus.

Ob die alte Taufe nun einstmals ein heidnischer Opferstein und später ein christlicher Taufstein war – beides ist hystorisch nicht belegt. Manche Personen lieben diesen kraftvollen Ort, andere finden die dort herschenden Energien ziemlich furchteinflößend.
Am besten macht man sich selbst ein Bild davon. Es gibt eine Sage um die alte Taufe, welche allerdings ebenfalls hystorisch nicht belegbar ist. In dieser Sage werden dann auch gleich beide Theorien vereint:

Der Sage zufolge lag oben auf dem Deister die Burg eines heidnischen Adligen, der den Stein verwendete, um Christen seinen Göttern zu opfern: Die Mulde soll früher mit Blut gefüllt gewesen sein. Er unterlag in einem Kampf gegen Christen und musste seine Tochter geben, die dann ihrerseits seiner Meinung nach von den Christen geopfert wurde. Was allerdings nicht zutraf, denn sie heiratete und gebar einen Sohn. Besagtem Adligen war das unbekannt. Er traf eines schönen Tages auf zwei Männer – seinen Schwiegersohn und seinen Enkel – nahm sie gefangen und opferte sie auf der alten Taufe”. Das erzürnte die Tocher, die daraufhin ihren Vater aufsuchte. Als der sein Kind wiedererkannte und feststellte, wen er da getötet hatte, da begriff er, dass er die Christen zu Unrecht verfolgte und konvertierte zum christlichen Glauben. Er ließ sich auf dem Stein, auf dem so viele seiner Opfer ihr Leben lassen mussten, taufen

Vom Kammweg des Deisters ist die „alte Taufe“  ausgeschildert und leicht zu finden.
Es gibt viele Wandervarianten wie man den Ort erreichen kann, am hilfreisten ist da eine Wanderkarte.

Süntelbuche auf dem Friedhof Aerzen

Ein Ort den ich ebenfalls sehr mag, ist der Stadtfriedhof Aerzen.
Bereits wenn man vor dem Friedhof parkt kann man die große Süntelbuche die in der Mitte des Friedhofs steht sehen.

Diese große Süntelbuche ist der wohl eindrucksvollste und auffälligste Baum auf diesem Friedhof. Ihre Ausstrahlung ist sehr erdig, fast schon unterweltlich.
Direkt unter dem Baum steht eine kleine Bank auf der man zur Ruhe kommen und meditieren kann um sich mit dem Baum / dem Ort zu verbinden.
Der Ort ist prädestiniert dafür, Altes und Verbrauchtes loszulassen und dort abzulegen.
Ich selbst habe dort einige Jahre lang z.B. meine Räucherasche symbolisch abgelegt.
Einige alte Grabsteine die lose unter dem Baum abgestellt sind, geben den Ort zusätzlich noch etwas mystisches.

Aber auch wenn die alte Süntelbuche der auffälligste Baum des Friedhofes ist, so ist es nicht der einzige interessante Platz dort.
Zwei Eschen bilden ein starkes Tor,  zwei Birken bilden ein weiters.
Wohin die Tore führen? Mit Fingerspitzengefühl, den nötigen Respekt, etwas Mut, einem offenen Herzen und klaren Blick kannst du es selber herausfinden …