Die Meepfühle im Osterwald

Zahlreiche Sagen gibt es zu diesem Ort.
Der See soll so tief sein, dass er mit dem Meer verbunden sei.
In Vollmondnächten soll ein junges Mädchen dort umherstreifen und arglose Wanderer in die tiefe ziehen.
In alten Zeiten soll ein schwarzer Hengst aus ihnen emporgestiegen, den Bauern beim pflügen ihrer Felder geholfen, doch diese im Anschluss dann mit sich in die Tiefe genommen haben.
Ebenso bei Vollmond soll ein Schatz in der Mitte der Seen aufsteigen, der doch nie zu erreichen ist …

Ich war nicht zu Vollmond dort, kann also nicht berichten was dann dort wohl passieren mag. Doch zumindest im Tageslicht ist es ein ganz besonderer Ort.

Parkt man sein Auto auf einem Waldparkplatz direkt an der L422 und folgt den Schildern Richtung Stuckis Sennhütte kommt man direkt an den Meerpfühlen vorbei.
Der Weg führt erstmal durch einen monotonen Fichten-Nutzwald und ist ehrlich gesagt nicht sonderlich reizvoll.
Die Energie der Meerpfühle ist jedoch schon weit im Vorraus zu erspühren.
Mitten in dem Monowald hat sich rund um die Meerpfühle eine kleine Oase lebendigen Mischwaldes erhalten.
Vom Weg aus sieht man nur einen kleinen Teil eines Sees. Man muss sich dann schon etwas durch das Unterholz wagen, den See entlang gehen um die volle Schönheit des Ortes zu erkennen.
Die Meerpfühle bestehen aus zwei Seen, die teils sehr sumpfig sind – aufpassen wo man hintritt!

Ich habe mich sofort in diesen Ort verliebt. Wie eine kleine Oase inmitten einer monotonen Wüste kann man hier Kraft tanken und Ruhe finden.
Nicht nur zu Vollmond wandeln an diesen Ort viele Wesen aus anderen Welten. Wer den Ort einmal mit offenen Herzen besucht hat, kann sich vorstellen woher all die Sagen stammen.

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Die Friedhofsquelle in Reher

Ein weiterer meiner Lieblingsorte, vor allm wenn man mal Wasser direkt aus einer Quelle benötigt. Diese Quelle ist nicht nur gut zu erreichen, sie liefert sogar Wasser in trinkbarer Qualität.
Zu finden ist der Ort in Reher. Direkt an der dortigen Hauptstraße liegt die Kapelle umgeben von einem kleinen Friedhof.

Gebaut wurde die Kapelle im romanischen Stil um 1100 am Steilhang über dem Grießebach und besagter Quelle. Die Kapelle gehörte zu einem östlich von ihr gelegenen Priorhof, der von 1418 bis ins 16. Jh. An den Johanniterorden in Wietersheim bei Minden verpachtet war. Sechs Johanniter-Ordensbrüder lebten, beteten und arbeiteten hier.

Die Quelle befindet sich an dem Steilhang hinter der Kapelle. Ein kleiner Pfad und Treppenstufen führen zu ihr hinab.
Die Quelle sieht jedes mal wenn ich dort bin etwas anders aus. Mal ist sie etwas mehr von Efeu überwuchert, dann wieder wächst mehr Moos. Insgesamt hat die Quelle etwas sehr erdendes und fast schon unterweltliches – aber sie befindet sich ja auch unter einem Friedhof…
Dennoch ist die Stimmung dort sehr angenehm. Kühl, ruhig und krafterfüllt.

Was jedoch beim betreten des Geländes als erstes auffällt sind die großen Eiben die dort stehen. Selten kann man Eiben in so einer prachtvollen Größe bestaunen.
Wann sie gepflanzt wurden konnte ich nicht herausfinden, aber sie dürften schon viele Jahre dort stehen …
Auch dieser Teil des Ortes ist sehr kraftvoll und Energiegeladen. Man sollte nur an sonnigen Tagen nicht zu lange unter den Eiben verweilen, denn die durch den Sonnenschein gelösten Dämpfe können bei längerem einatmen gesundheitsschädlich sein. An nicht so sonnenintensiven Tagen laden die Eiben aber durchaus zu einer Meditation ein.

Fazit:
Ich mag diesen Karftort sehr gerne. Sehr ruhig, erdig und kühl lässt er dich den Weg zu dir selber finden.

Workshop: Runenkunde

Letztes Wochenende war es endlich soweit, unser erster Workshop wurde verwirklicht: Thema Runenkunde.
An zwei Tagen hatten wir die Möglichkeit mehr über Runen zu erfahren und uns mit ihnen zu beschäftigen. Wir waren 11 Personen, und somit eine gesellige Runde.

Ydalir Elhaz Ullrsson war der Leiter des Workshops und hat uns die Runen näher gebracht.  Stand am ersten Tag noch viel Theorie auf dem Plan, wurde am zweiten Tag bereits über verschiedene Orakelformen gesprochen und diese auch praktisch angewendet. Wir waren eine sehr harmonische Runde, in der viele Teilnehmer bereits Erfahrungen mit Runen und teils auch ihre eigens angefertigten Runensätze hatten.
Dennoch gab es für jeden etwas zu erfahren, dazu zu lernen und für alle viel zu lachen.

Danke an Ydalir für die Zeit und die Geduld und danke an all die Teilnehmer die dabei waren.
 Teil zwei des Workshops wird nächstes Jahr folgen.

Happy Birthday Stammtisch

Oh Schreck, da habe ich doch glatt ganz übersehen, dass es den Heiden- / PFI- Stammtisch nun schon seit 2 Jahren gibt. Tatsächlich, 2 Jahre! Ich bin ganz erschrocken, wo ist nur die Zeit geblieben?

Es war die Frühjahrstagundnachtgleiche 2015 in der alles seinen Anfang nahm.
In einem kleinen privaten Ritual bekam ich den Impuls nun nach außen zu gehen, andere Heiden/Pagans miteinander zu verbinden und zu Helfen ihren Glauben auszuleben. Spontan entstand eine kleine Facebookgruppe. Daraus entwickelte sich das erste Treffen und nach mehreren solcher kleinen Treffen entwickelte sich der Stammtisch wie er heute ist. Seit Oktober 2015 findet er jeden ersten Samstag im Monat statt. Es hat einige Stammtische gebraucht bis wir das Lokal fanden in dem wir bis heute regelmäßig ohne großen organisatorischen Aufwand und mit der nötigen Ruhe zusammenkommen konnten.
Seit letzten Jahr biete ich dann auch verschiedene Workshops, Rituale und Themenabende an und bin immerwieder freudig überrascht wenn sich einige Personen dazu einfinden.

Es ist so viel seitdem passiert, ich durfte so viele neue, tolle Leute kennen lernen, selber so vieles lernen, erfahren und erleben. Dafür möchte ich einmal ganz lieb Danke sagen.
Danke an alle die an Veranstaltungen von mir/uns teilnehmen.
Danke an alle die helfen Veranstaltungen zu planen und umzusetzten
Danke an alle die Feedback geben.
Danke an all die Götter, Mächte und Kräfte die mich immerwieder inspirieren und unterstützen.
Ohne Euch alle, wäre die ganze Aktion nicht möglich.

Kräuterwanderung 2017

Am 19.8.17 fand unsere diesjährige Kräuterwanderung statt.
Den ersten Termin im Juli mussten wir leider aufgrund eines heftigen Gewitters absagen, doch den Ersatztermin konnten wir dann bei strahlenden Sonnenschein wahrnehmen.

Knapp 10 Personen haben sich zusammengefunden um gemeinsam mit uns durch die Eilenriede zu spazieren und mehr über unsere heimischen Kräuter und deren Verwendung als Räucherstoffe zu erfahren. Einige haben die Chance und das trockene Wetter genutzt um die Kräuter auch gleich zu sammeln.
An zuvor vorbereiteten Räucherbündeln konnten die Teilnehmer sich ein Bild über die Verwendung und den Duft einiger Kräuter machen – und ein kleines Andenken an den Tag mit nach Hause nehmen.

Im Anschluss fand ein kleine, spontanes Ritual zu Ehren der Götter und Mächte statt in dem wir uns dann für das gute Wetter und die gefunden und zum Teil geernteten Kräuter bedankten.

Es war ein sehr schöner Vormittag, der wie im Flug vergangen ist.
Das machen wir bestimmt wieder!

Stadtfriedhof Stöcken

Ein weiterer Friedhof in Hannover, der einige starke Plätze hat.
Mit der Stadtbahn Lienie 4 und 5 kann man direkt an der Haltestelle „Stöcken Friedhof“ austeigen und steht sofort vor dem imposanten Haupteingang.

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Der Friedhof wurde 1891 erbaut und über die Jahre stetig vergrößert. Heute umfasst er  knapp 55h.

Der Friedhof ist sehr weitläufig und teilweise hat man das Gefühl, man geht in einem Park spazieren – ein Park mit Gräbern.
Neben vielen beeindruckenden Gräbern finden sich hier auch viele ruhige Plätze.
Grade der hintere Teil des Friedhofes mit dem großen See ist sehr ruhig und besinnlich.
Viele alte Eiben stehen auf dem Friedhof und sind teilweise als Grabbegrenzung oder sogar als Allee angelegt.

Ich nenne hier keinen besonderen PLatz auf dem Friedhof, ich denke den muss an diesem Ort jeder für sich selber finden. Es gibt genug abgelgene Winkel oder Bänke am See die zum Innehalten und Meditieren einladen.

Der Hexenwald bei Hessisch Oldendorf

Einen ganz unscheinbaren kleinen Ort möchte ich hier vorstellen.
Er ist auf keiner Karte eingezeichnet und auch die Anwohner kennen den Ort kaum noch. Kurz nach dem Krieg zog sich ein Witwer in das kleine Waldstück zurück. Er lebte dort in einem kleinen selbstgebauten Häuschen, bezog sein Trinkwasser aus einer nahen Quelle und kam nur in das kleine Städtchen wenn es wirklich nötig war. 
Die Kinder aus dem Städtchen wurden vor „dem Mann aus dem Wald“ gewarnt – doch es gab nie Zwischenfälle die das begründet hätten.
Vermutlich lag es auch an dem Waldstück selbst, dass der Ruf des Mannes etwas litt.
Aufgrund der Waldbeschaffenheit und der Witterungsverhältnisse bogen sich die Bäume scheinbar um den Waldweg herum und bildeten eine Art Tunnel.
Zahlreiche Holundersträucher, Eiben und sogar Stechpalmen sorgten für ein noch dunkleres Gefühl. So bekam das Waldstück den Namen „Hexenwald“.

Heute sind von dem Häuschen nur noch Überreste zu finden.
Und auch die Geschichte des Witwers kennen nur noch die älteren Generationen – ich erfuhr die Geschichte von meiner 80 jährigen Großmutter.

Zu finden ist der Wald recht einfach. Man verlässt die Hauptstraße der Stadt (Welseder Str) und biegt in die Goethestraße ab. Nach einer kleinen Kreuzung kommt man an einer Sporthalle vorbei. Hinter der Sporthalle geht ein kleiner Weg am Feldrand entlang:
der „Oldendorfer Mühlengraben“. Dieser Weg am Mühlbach entlang Richtung Welsede führt nach einer Weile zu alten, versumpften Fischteichen. Geht man von dort aus weiter in Richtung Welsede kommt man in den „Hexenwald“.

Etwas schwieriger wird es dann die Überreste des Häuschens nicht zu übersehen die sich am Rande des Wegen befinden. Nimmt man diese Überreste als Orientierungspunkt verlässt man an dieser Stelle den Weg um zu einer kleinen Quelle zu kommen.
Dies ist der Ort an dem man sich ungestört zur Meditation niederlassen kann. Die Quelle ist aufrichtigen Besuchern sehr aufgeschlossen – allerdings kann man heute von ihr nicht mehr schöpfen. Und auch der Weg zur Quelle selbst ist aufgrund des Gestrüpps und eines umgestützten Baumes recht mühsam, aber lohnenswert.