Die lange Nacht der Religionen 2017

AM 26.5.17 war es wieder soweit, die lange Nacht der Religionen in Berlin stand an.
Bereits am Vortag reiste ich in Berlin an um dann gleich am nächsten Morgen bei den Vorbereitungen für die lange Nacht zu helfen.

Nachdem die Infostände aufegbaut und dekoriert waren machten wir uns auf den Weg zu der weißen Tafel der Religionen.
Die weiße Tafel der Religionen ist die Veranstaltung zur Eröffnung der langen Nacht der Religionen. Jede Teilnehmende Gemeinschaft hat dort an einem kleinen Tisch einige Vertreter stehen um mit Interessierten in Kontakt zu treten.
Zum ersten Mal hatten auch die Paganen einen Tisch.

Es dauerte auch nicht lange, bis sich eine kleine Menschentraube um unseren Tisch gebildet hatte und jeder von uns in ein Gespräch verwickelt war.
Für mich war es das erste Mal, dass ich in so einer Situation war und ich war positiv überrascht wie aufgeschlossen und freundlich die Menschen auf unsere kleine Gemeinschaft reagierten. Es wurden reichlich Flyer und Infomaterial verteilt.
Die Stunde an der weißen Tafel verging wie im Flug.

Zurück auf dem Gelände der Paganen Wege Berlin trafen wir dann auch einige Gesichter wieder, die wir zuvor an der weißen Tafel kennen gelernt hatten.
Wieder wurden interessante Gespräche geführt, Vorträge konnten besucht und an verschiedenen Ritualen teilgenommen werden.

Es war ein langer und auch anstrengender Tag, aber eine ganz wundervolle Erfahrung.
Vielleicht haben wir ja auch in Hannover einmal das Glück eine lange Nacht der Religionen zu erleben und dann werden die Paganen auch hier mit dabei sein.

(Bilder: OBOD, Heiden TV )

Die Weide an der Leine

Gleich vorweg: ich werde in diesem Artikel keine genaue Wegbeschreibung zu der Weide geben. Der Ort ist etwas abgelegen, doch für Spaziergänger durchaus zu finden.
Halte die Augen auf wenn Du an der Leine spazieren gehst.
Wenn Du offenen Herzens durch die Wiesen läufst, wirst Du den Ort finden.

Es ist einer meiner Lieblingsplätze hier in Hannover – genauer gesagt in Ahlem, richtung Seelze.
Die Weide die ich meine, ist die erste einer Reihe Weiden, die einmal eine Weidebegrenzung bildeten. Die Wiese steht oft unter Wasser oder ist zumindest extrem matschig,  so dass man die Bäume nur an einem kalten Wintertag gut erreicht. Auch an trockenen Sommertagen kommt man zu den Bäumen, doch sind sie dann umgeben von mannshohen Brennesseln.
Aber der Winter passt eh am besten für einen Besuch dieses Ortes.

Die Weide ist von innen hohl, steht aber noch voll im Leben.
Der Innenraum ist so groß, dass man ohne große Probleme darin sitzen kann.
Dann ist es, als würde man zwischen den Welten sitzen. Eine sehr erdige Energie erfüllt die Weide, man hat das Gefühl, die Zeit steht dort Still.
Leben und Tod scheinen hier das Gleiche zu sein.
In dem vermodernden Holz der Weide wächst bereits neues Leben in Form von Pilzen und Moosen. Dennoch blüht die Weide jedes Jahr und steht in vollem Grün.
Große (Spinn-) Weben wehen an und in dem Stamm.

An kalten und klaren Wintertagen lässt ist die Energie am schönsten und intensivsten.
Reisen in die Unterwelt, aber auch in die oberen Sphähren kann man wunderbar von hier beginnen. Aber am schönsten ist es immernoch, einfach nur zu sitzen – zwischen den Welten und Zeiten.

Wer einen Platz der Ruhe sucht, an dem man Kraft tanken und seine Gedanken klären kann ist hier richtig.
Jedoch ist dies kein Ort, für Massentourismus, weshalb ich den genauen Standort nicht nenne. Du wirst den Ort erkennen wenn du ihn brauchst …

Offenes Ritual Jul 2016

Gestern war die längste Nacht des Jahres – jeder nennt diesen Tag anders.
Druiden nennen ihn  Alban Arthan (oder Alban Arthuan),andere Heiden / Pagane nennen ihn Yule oder auch Jul, wieder andere schlicht „Winter solstice“ und auch „Mittwinter“.

Für mich persönlich ist dies schlicht die längste Nacht des Jahres und der baldige Beginn der wieder länger werdenden Tage.
Ein Tag voller Hoffnung und Wärme.

So lud ich zu einem offenen Ritual am „Rad“ in der Eilenriede.

Waren wir beim letzten offenen Ritual noch zu zweit, so waren wir gestern schon zu dritt.
Wir steigern uns langsam.
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einem eisigen Wind , liegt die Vermutung nahe, dass es einigen schlicht zu ungemütlich war.

Wir drei Frauen waren dick eingepackt dann aber doch draußen – und haben es nicht bereut.
Lediglich zwei kleine Laternen markierten den Eingang zum Labyrinth und eine Laterne sein Zentrum. So schritten wir schweigend über verschlungene Pfade.
Im kalten Wind sangen uns die Bäume ein knarrendes Lied.
Im Zentrum des Labyrinths angekommen, begaben wir uns dann auf eine Trancereise zum dunkelsten Punkt in unserer Seele, um dort unserem eigenen strahlenden Selbst zu begegnen und das Licht von dort aus in die Welt zu tragen.
Heißer Gewürztee vertrieb zumindest ein wenig die Kälte bevor wir mit Kerzen in den Händen wieder aus dem Labyrinth auszogen.

Es war ein schlichtes Ritual, aber dennoch sehr kraftvoll und schön.
Ich danke den Teilnehmerinnen für ihr Mitwirken und freue mich auf das nächste offene Ritual – dann vielleicht mit vier Personen? 😉

dsci4777

Das erste rote Zelt in Hannover

Am 25.11.2016 war es endlich soweit: das erste rote Zelt in Hannover fand statt.

Rotes Zelt? Was ist ein rotes Zelt?
Kurz gesagt: das rote Zelt eine Veranstaltung von Frauen für Frauen.
Enstanden ist die Idee in Amerika, so langsam schwabbt es aber auch zu uns nach Deutschland über.Es gibt einige rote Zelte in Deutschland die regelmäßig stattfinden eine kleine Liste gibt es z.B. HIER

Das rote Zelt ist in den seltensten Fällen tatsächlich ein Zelt, meist ist es ein größerer Raum z.B. in einer Praxis der dafür hübsch rot dekoriert und ausgestattet ist.
Warum ausgerechnet Rot?
In vergangenen Zeiten verbrachten Frauen teilweise die Zeit ihrer monatlichen Blutung an einem Ort an dem sie ungestört sein konnten. Nicht weil sie sich schämten, sondern weil sie sich die Zeit zur Einkehr, Erholung oder Spiritualität genommen haben.
Auch diese sog. „Mondzelte“ entstehen zur Zeit wieder.
Rot ist aber auch die Farbe der Kraft. Der „Frauenkraft“.
Und genau darum geht es in einem roten Zelt.
Heute trifft Frau sich nicht nur wenn sie Ihre Periode hat, sondern einfach um einmal unter sich zu sein und Kraft zu schöpfen.

Ein rotes Zelt bietet Raum für Frauen jeden Alters.
Raum zu sein und Raum zu werden.
Ein Raum, in dem Frau alle Masken und Hüllen ablegen und einfach Sein kann.
In einer Frauengemeinschaft kann Frau so sein wie sie ist, kann sie reden über was sie möchte oder einfach nur Kraft in der Gemeinschaft finden.
Da wird gelacht und geweint. Meditiert und Tee getrunken.

Durch den Stammtisch in Hannover fand ich heraus, dass hier in Hannover durchaus Interesse an einem roten Zelt besteht.
Da ich selber aber noch nie ein rotes Zelt veranstaltet habe, habe ich für das erste Mal die liebe Claudia aus Braunschweig zu uns eingeladen.   Rotes Zelt Braunschweig

Ich habe einen Raum in einer Naturheilpraxis angemietet und Claudia hat den Abend dann gestaltet und geleitet.
Das Thema des Abends war: „Ariadne und der Faden durch das Labyrinth des Lebens“.
Und wir waren zahlreicher als ich erwartet hatte. 11 Frauen waren wir insgesamt – ich war völlig begeistert!
Nach einer kleinen Vorstellungsrunde folgte eine Atemübung, ein Lied und ein Abend voller wunderbarer Gespräche.
Als Erinnerung an diesen schönen Abend knüpfte jede sich noch ein Band aus verschiedenen bunten Fäden.

Es war ein wunderbarer Abend unter Frauen.
Da der Abend so gut ankam, wird es sicherlich noch weitere rote Zelte in Hannover geben.
Nur einen kleinen Wermutstropfen gibt es: Ich hatte meine Kamera zuhause vergessen, weshalb ich leider keine Bilder für Euch habe.
Aber beim nächsten roten Zelt in Hannover, werde ich fleißig Bilder schießen – versprochen.

Samhain 2016

Mein Terminplaner gab keinen anderen Tag mehr her, deshalb haben wir bereits gestern Samhain gefeiert.
Das Ritual wurde als offenes Ritual angelegt und es gab auch reichlich Interesse und mehrere Zusagen. Doch scheinbar sollte es nicht so sein, denn entweder es wurde kurzfristig abgesagt, oder einfach nicht erschienen.
Ich würde lügen, würde ich sagen, ich wäre nicht enttäuscht gewesen … aber das währte nicht lange, wir haben uns eben zu zweit einen schönen Abend gemacht.
Pech für die, die es verpasst haben 😉

Die mitgebrachten Kürbisse ließen sich sehr leicht verarbeiten und waren das Leuchtfeuer um welches wir uns mit unseren Ahnen versammelten.
Da zwei Personen nun mal keine Gruppe sind, musste ich ein wenig improvisieren, aber das war kein Problem.
Die Trancereise gewährte uns einen Rückblick auf das vergangene Jahr, auf das was wir erreicht hatten und was vielleicht noch unerledigt geblieben ist.

Die anschließende Divinationsrunde gewährte uns dann einen Blick in die Zukunft.

Ich hoffe sehr, dass bei dem nächsten geplanten Ritual die Leute auch kommen wenn sie zusagen, es ist schon blöd, wenn man die ganzen Planungen ganz umsonst angestellt hat.
Dennoch, wir hatten auch zu zweit ein tolles, gesegnetes Ritual.

 

Duke Meyer hat aus seinem Buch „Das Lied der Eibe“ gelesen

Es ist nun schon ein paar Tage her, doch ich berichte dennoch mal von dem schönen Abend den wir hatten.

Wir trafen uns am 8. September im Cafe Konrad um in geselliger Runde den Worten vom Duke zu lauschen.
Nachdem dann auch alle mit Getränken versorgt waren, begann der Abend mit einem sehr schönen Lied, gesungen von Peti Songcatcher.
Es folgte der Hauptteil der Veranstaltung: etwa 1 Stunde lang hat Duke uns ausgewählte Passagen aus seinem Buch vorgelesen.
Es folgte eine entspannte Rederunde und ein geselliger Ausklang des Abends – auch dieser wurde wieder mit einem kleinem Lied abgerundet.

Wer auf der Suche nach einem Buch über Runen ist, aber kein einfaches Handbuch, esoterisches Gesäusel oder nationalistisch geprägte Halbwahrheiten sucht, ist mit dem Buch „das Lied der Eibe“ sicher gut beraten.
Gut recherchiert enthält es sowohl historische Fakten als auch emotionale Herangehens- und Sichtweisen.
Ich kann das Buch sehr empfehlen und auch der Großteil der Teilnehmer an den Abend ging mit einem Exemplar heim.

Es war ein sehr schöner Abend, wir waren insgesamt 13 Personen und die Stimmung war sehr gut.
Nachdem wir alle angefallenen Kosten gedeckt hatten, blieb sogar noch ein wenig Geld über. In Absprache mit Duke haben wir diesen „Überschuss“ an das Seminarhaus Sternschnuppe in Oldenbüttel gespendet, da sich das Seminarhaus grade in finanziellen Schwierigkeiten befindet.

Der Abend kam so gut an, dass wir Duke zu einem Workshop nach Hannover eingeladen haben und hoffen, dass dieser ebenso gut angenommen wird wie die Lesung.

Die Hühnengräber der Burgruine Plesse

Wir haben vor einigen Wochen die Burgruine Plesse bei Göttingen als Startpunkt für eine unserer Wanderungen ausgesucht. Gefunden haben wir aber neben einer grandiosen Aussicht auch einige wunderbare Plätze.

Die Burg wurde 1015 erbaut und ist heute nur noch in Teilen nutzbar. Unter Anderem kann man dort Heiraten und Feiern.
Bevor die Burg dort gebaut wurde, befand sich auf dem Berg ein Hühnengräberfeld. Erwähnt wird dies lediglich auf einer der Infotafeln vor Ort.
Spüren kann man das aber heute noch.
Die Kappele der Burg wurde auf den Hühnengräbern errichtet. Eine gängige Praxis zu der damaligen Zeit.

Auf den ersten Blick erkennt man davon aber nichts mehr – weder von den Gräbern noch von der Kapelle. Das Hinweisschild dass der  besagte Bereich ein Bodendenkmal ist, und nicht betreten werden darf hilft da auch nur wenig – wie man leider an den vielen Trampelpfaden erkennen kann.

Der ganze Bereich ist sehr erdig und kraftvoll.
Vor dem „Eingang“ zur ehemaligen Kapelle befindet sich eine Linde, die den Ort mit ihrer Energie bereichert.

Vom Hof kommend stehen an den Mauern zwei Buchen die einen leichten Übergang in andere Welten ermöglichen.
Ich konnte leider nur einen kurzen Moment dort stehen und mich auf den Ort einstimmen, da dort grade Bauarbeiten im Gange waren.
Doch konnte ich ganz klar die Schwelle und deren Hüter erspüren. Ich vermute dass man hier mit etwas mehr Zeit und Ruhe noch einiges „erleben“ kann.

Auch durchaus sehenswert ist die Goethelinde, welche ebenfalls auf der Burgruie steht – ein kurioses Nauturdenkmal. Leider konnte ich nicht genaueres zu ihr herrausfinden.

Fazit:
Ein erdiger, kraftvoller Ort der eine Meditation oder Trancereise wert ist – was sich außerhalb des Tourismustrubels empfiehlt.

Die Schrabsteine im Süntel

Unsere erste offene Kräuterwanderung führte uns vor einigen Wochen zu diesen Ort.

Bei den „Schrabsteinen“ handelt es sich sozusagen um die kleinen und unbekannteren Brüder des Hohensteins im Süntel.
Entstanden sind sie durch einen Abrutsch des Gesteines, daher auch der Name „Schrabstein“.
Der kleinere der beiden wird auch „Krähenstein“ genannt.

Leider wurden vor einigen Jahren die Beschilderungen zu diesen Orten komplett entfernt und auch die Wege teilweise mit umgelegten Bäumen versucht zu verbergen.
Warum das so ist, weiß keiner so genau. Wir vermuten es soll zur Sicherheit der Wanderer dienen. Das klappt nur so bedingt, denn da die Steine lange Jahre ein beliebtes Ausflugsziel waren sind sie sozusagen ein offenes Geheimnis.

Unsere Wanderung hat ihren Anfang am Waldbad Rohden genommen.
Über einen kleinen Weg entlang des Dorfrandes, gelangten wir auf den offiziellen Wanderweg und stiegen den „langen Jammer“ hinauf.

Es dauert auch gar nicht so lange, da kommt man an den ersten der beiden Steine.
Direkt am Weg und nicht zu übersehen oder zu verbergen, liegt hier der „Krähenstein“.
Dieser ist als Aussichtspunkt gekennzeichnet und mit einer Bank versehen.

DSCI2496

Die Energie hier fühlt sich ganz ähnlich an wie auf dem Hohenstein, man spürt wie die Energie hinabfliest und fühlt sich versucht stets noch einen weiteren Schritt Richtung Abgrund zu tun. 

Um zu dem größeren der beiden Steine zu gelangen folgt man dem Wanderweg noch etwas weiter Richtung Langenfeld. Nach einigen Metern geht ein weiterer Wanderweg rechts ab. Hier nun wird es etwas schwieriger den richtigen Weg zu finden, denn der Weg wurde mit einem umgelegten Baum einfach geschlossen.
Mit den Jahren ist der einstige Wanderweg im Hintergrund zugewuchert und nur ein kleiner Trampelpfad führt noch zu dem Schrabstein.
Wer nicht weiß wo er suchen muss, läuft einfach vorbei.
Folgt man dem Trampelpfad kommt man bald zu einer Futterstelle für Wild. Dort nun hält man sich rechts. Es geht einen kleinen Abstieg recht steil hinab und der Weg ist durch Geröll rutschig. Hier ist also Vorsicht geboten, doch der kurze Abstieg lohnt sich!
Der Ausblick ist atemberaubend.
Die Energie ist wunderbar erdig und gleichzeitig auch luftig frei – schwer zu beschreiben, aber einfach traumhaft!

Fazit:
Der Weg ist zwar beim ersten Mal schwierig zu finden, wenn man aber erstmal weiß wo es langgeht geht man den Weg gerne.
Die Energie ist wunderbar erdig und der Ort ist sehr aufgeschlossen für magische Aktivitäten.

Ewige Quelle, Aerzen

Einer meiner persönlichen Lieblingsorte ist die ewige Quelle bei Aerzen (nähe Hameln).
Viele, viele Stunden habe ich dort schon verbracht und auch wenn ich heute noch Freunde oder Familie dort in der Gegend besuche, so ist ein kurzer Besuch dieser Quelle immer eingeplant.

Am Schierholzberg gelegen, kann man entweder von der Bussardklause (ein nahes Lokal) über den Naturlehrpfad wandern und den Beschilderungen zur ewigen Quelle folgen oder man parkt auf einem nahen Parkplatz am Waldrand und geht durch die Felder.

Am Ende des Naturlehrpfades wird das Wasser der Quelle zu einem kleinen Teich angestaut bevor es dann weiter ins Tal hinabfliest. Hier kann man sich auf einer Bank niederlassen und zur Ruhe kommen.
Der Teich ist aber nur das Ergebnis der Quellen, zur eigentlichen Quelle folgt man dem Waldweg  rechts hinauf auf den Schierholzberg bis man an einem Baum ein grünes „Schild“ gesprüht sieht. Hier verlässt man den Weg und folgt einem kleinen Trampelpfad hinein in den Wald. Die Quelle ist vom Weg aus nicht einsehbar, obwohl sich der Weg um sie herumwindet.

Die ewige Quelle ist der Mittelpunkt von einer ganzen Vielzahl an Quellen.
Bei meinem letzten Besuch waren es insgesamt 5 Quellen in dem kleinen Tal, die nahe beieinander entsprangen. Der Ort verändert sich jedoch stetig. Mal versiegt die eine Quelle, mal kommt eine neue hinzu. Die einzige immer konstant sprudelnde Quelle ist die ewige Quelle, an der man auch zu jeder Jahreszeit Wasser durch ein kleines Röhrchen schöpfen kann.

Als damals die Ortsumgehung gebaut wurde, zogen sich  viele Quellen an diesem Ort stark zurück und ein Teil wucherte so zu, dass man ihn nicht mehr betreten konnte. Man hatte das Gefühl, der Ort würde die Umgehung die so an ihm vorbeiführte tatsächlich übel nehmen. Nur die ewige Quelle in der Mitte sprudelte immer weiter.
Mit der Zeit scheint sich der Ort an die Umgehung gewöhnt zu haben. Die Quellen sind wieder etwas offensichtlicher und der gesamte Ort wieder friedlich und einladend.
Nicht ganz der gesamte Ort. Eine Quelle die etwas abseits liegt ist noch immer recht zurückgezogen. Zwar ist sie bei weitem nicht mehr so ablehnend wie vor einiger Zet, doch dieser Teil des Ortes möchte auch weiterhin nicht von jedem gestört werden.

Alle Quellen vereinigen sich zu einem kleinen Bach, welcher dann weiter unten den zu Anfang gesehen Teich bildet.

Ob die ewige Quelle nun ihren Namen hat weil sie über all die Jahre die einzig konstante in dem kleinen Tal ist, oder ob es an ihrer Ausstrahlung liegt, wahrscheinlich trifft beides zu.
Ich liebe diesen friedlichen Stillen Ort, der in einer anderen Welt und völlig zeitlos zu sein scheint. Die Quelle gibt sehr gerne Wasser und Wissen und wer sich auf sie einlässt kann einiges über sich und das Leben lernen.

Fazit:
Ein wunderbarer, friedlicher Ort der zum meditieren und verweilen einlädt.
Doch Vorsicht: ich habe schon ungewollt mehrere Stunden dort verbracht, mit dem Gefühl es seien nur wenige Minuten gewesen 😉

Die Wallanlage Wickeloh

Eigentlich waren wir auf dem Weg zum Otterzentrum Hackensbüttel, doch mein Mann überraschte mich mit einem Umweg. Wir fanden zwar nicht was wir suchten, aber dafür einen anderen ganz besonderen Ort.

Mein Mann wollte eigentlich zum Naturschutzgebiet „Heiliger Hain“ um mit mir zu schauen ob sich hinter diesem Namen vielleicht ein besonderer Ort verbirgt. Aufgrund mangelnder Planung oder göttlicher Führung, haben wir uns allerdings verfahren und fanden so die Wallanlage Wickeloh.

Nahe dem Ort groß Oesingen befindet sich der Königssee – ein alter Kiesteich.
An seinem östlichen Ufer befindet sich ein kleines Wäldchen.
Wärend wir an diesem Wäldchen vorbei schlenderten, überkam mich ein kribbeliges Gefühl und ich schaute mir das Wäldchen näher an. Neben vielen Schildern die uns immerwieder ermahnten den Ort um den Kiesteich nicht zu betreten sah ich dann im Wald noch ein weiteres Schild, welches meine Aufmerksamkeit auf sich zog.
Ich betrat das Wäldchen und stand inmitten lauter Eichen. Sofort änderte sich die Stimmung und die Energie war fühlbar verstärkt und begann zu vibrieren.
Das Schild welches mein Interesse geweckt hatte entpuppte sich als Touristinformation zu der Wallanlage – in einem Bereich den man nicht betreten soll …

Die Wallanlage selbst ist eine dreigliedrige Wallanlage, die ein Gesamtareal von ca. 4200 m² umfaßt. In der Mitte befindet sich ein Plateau, welches von drei Wällen unterschiedlicher Grundform umgeben ist. 
Wie alt die Anlage genau ist, ist bis heute ungeklärt, da keine Ausgrabungen stattgefunden haben. Am wahrscheinlichsten ist eine mittelalterliche Burganlage oder Wegebefestigung, da es hier einen passierbaren Weg durch das Moor gegeben hat. Auf Karten des 18. Jahrhunderts sind breit gefächerte Wege eingetragen, die sich aus diesem Grund an dieser Stelle bündeln. Man wird davon ausgehen können, daß auf dem Plateau in der Mitte eine Turmburg aus Holz gestanden hat. 

Die Anlge selbst hat bereits eine sehr intensive Energie.
Beim erkunden des Ortes war es aber die nähere Umgebung und nicht die Wallanlge selbst die mich sehr beeindruckt hat. Hunderte Libellen umschwirrten uns als wir den intensivsten Punkt betraten. Hier schwirrte die Luft sowohl vor Libellen als auch von Energie. Ein wahnsinns Gefühl.
Einige Schritte weiter wurde die Energie wieder etwas erdiger und bündelte sich an einer großen Eiche, die den Platz überragte. Auch hier schwirrten viele Insekten umher, wenn auch nichtmehr so viele wie zuvor.
Zurück im Auto schaute ich auf die Karte und fühlte meine Vermutung bestätigt, eine Leylinie zieht genau durch dieses Gebiet.

Fazit:
Der Ort ist relativ ruhig, lediglich einige Spaziergänger mit ihren Hunden kreuzten unseren Weg. Die Wallanlage die unter Denkmalschutz steht liegt etwas abseits des Weges und ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Und wer sich von den vielen Betreten-Verboten-Schildern abhalten lässt näher hinzuschauen sieht auch das im Wäldchen stehende Infoschild nicht und läuft wohl einfach daran vorbei.
Ein versteckter aber sehr kraftvoller Ort. Man sollte jedoch keine Angst vor diversen Insekten haben.