Der Hexenwald bei Hessisch Oldendorf

Einen ganz unscheinbaren kleinen Ort möchte ich hier vorstellen.
Er ist auf keiner Karte eingezeichnet und auch die Anwohner kennen den Ort kaum noch. Kurz nach dem Krieg zog sich ein Witwer in das kleine Waldstück zurück. Er lebte dort in einem kleinen selbstgebauten Häuschen, bezog sein Trinkwasser aus einer nahen Quelle und kam nur in das kleine Städtchen wenn es wirklich nötig war. 
Die Kinder aus dem Städtchen wurden vor „dem Mann aus dem Wald“ gewarnt – doch es gab nie Zwischenfälle die das begründet hätten.
Vermutlich lag es auch an dem Waldstück selbst, dass der Ruf des Mannes etwas litt.
Aufgrund der Waldbeschaffenheit und der Witterungsverhältnisse bogen sich die Bäume scheinbar um den Waldweg herum und bildeten eine Art Tunnel.
Zahlreiche Holundersträucher, Eiben und sogar Stechpalmen sorgten für ein noch dunkleres Gefühl. So bekam das Waldstück den Namen „Hexenwald“.

Heute sind von dem Häuschen nur noch Überreste zu finden.
Und auch die Geschichte des Witwers kennen nur noch die älteren Generationen – ich erfuhr die Geschichte von meiner 80 jährigen Großmutter.

Zu finden ist der Wald recht einfach. Man verlässt die Hauptstraße der Stadt (Welseder Str) und biegt in die Goethestraße ab. Nach einer kleinen Kreuzung kommt man an einer Sporthalle vorbei. Hinter der Sporthalle geht ein kleiner Weg am Feldrand entlang:
der „Oldendorfer Mühlengraben“. Dieser Weg am Mühlbach entlang Richtung Welsede führt nach einer Weile zu alten, versumpften Fischteichen. Geht man von dort aus weiter in Richtung Welsede kommt man in den „Hexenwald“.

Etwas schwieriger wird es dann die Überreste des Häuschens nicht zu übersehen die sich am Rande des Wegen befinden. Nimmt man diese Überreste als Orientierungspunkt verlässt man an dieser Stelle den Weg um zu einer kleinen Quelle zu kommen.
Dies ist der Ort an dem man sich ungestört zur Meditation niederlassen kann. Die Quelle ist aufrichtigen Besuchern sehr aufgeschlossen – allerdings kann man heute von ihr nicht mehr schöpfen. Und auch der Weg zur Quelle selbst ist aufgrund des Gestrüpps und eines umgestützten Baumes recht mühsam, aber lohnenswert.

 

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