Alte Taufe im Deister

Einer der bekanntesten Kraftplätze um Hannover ist wohl die „alte Taufe“.
Auch wenn man über diesen Ort viel im Internet findet, so erwähne ich ihn hier der Vollständigkeit halber ebenfalls.

Bei der alten Taufe handelt es sich um einen etwa 3m langen Quader aus Wealdensandstein mit einer tiefen Mulde in der Oberseite.
In dieser Mulde steht immer Wasser – auch im heißesten Sommer. Dieses mysteriöse Phänomen wird jedoch mit dem Wissen um Kapillarkräft entzaubert – der Stein „schwitzt“ in ihm gespeichertes Wasser einfach aus.

Ob die alte Taufe nun einstmals ein heidnischer Opferstein und später ein christlicher Taufstein war – beides ist hystorisch nicht belegt. Manche Personen lieben diesen kraftvollen Ort, andere finden die dort herschenden Energien ziemlich furchteinflößend.
Am besten macht man sich selbst ein Bild davon. Es gibt eine Sage um die alte Taufe, welche allerdings ebenfalls hystorisch nicht belegbar ist. In dieser Sage werden dann auch gleich beide Theorien vereint:

Der Sage zufolge lag oben auf dem Deister die Burg eines heidnischen Adligen, der den Stein verwendete, um Christen seinen Göttern zu opfern: Die Mulde soll früher mit Blut gefüllt gewesen sein. Er unterlag in einem Kampf gegen Christen und musste seine Tochter geben, die dann ihrerseits seiner Meinung nach von den Christen geopfert wurde. Was allerdings nicht zutraf, denn sie heiratete und gebar einen Sohn. Besagtem Adligen war das unbekannt. Er traf eines schönen Tages auf zwei Männer – seinen Schwiegersohn und seinen Enkel – nahm sie gefangen und opferte sie auf der alten Taufe”. Das erzürnte die Tocher, die daraufhin ihren Vater aufsuchte. Als der sein Kind wiedererkannte und feststellte, wen er da getötet hatte, da begriff er, dass er die Christen zu Unrecht verfolgte und konvertierte zum christlichen Glauben. Er ließ sich auf dem Stein, auf dem so viele seiner Opfer ihr Leben lassen mussten, taufen

Vom Kammweg des Deisters ist die „alte Taufe“  ausgeschildert und leicht zu finden.
Es gibt viele Wandervarianten wie man den Ort erreichen kann, am hilfreisten ist da eine Wanderkarte.

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